Über Valencia zum Salzgitter-See

Football-Meister Braunschweig Lions startet heute in Spanien in den Eurobowl-Wettbewerb

Der neue Abwehr-Trainer der Braunschweig Lions, Dogan Özdincer (links), sagt seinen Spielern wo es lang geht, während der eigene Angriff auf dem Feld um eine Ergebnisverbesserung kämpft.   

Foto: Frank Rieseberg

Der neue Abwehr-Trainer der Braunschweig Lions, Dogan Özdincer (links), sagt seinen Spielern wo es lang geht, während der eigene Angriff auf dem Feld um eine Ergebnisverbesserung kämpft.    Foto: Frank Rieseberg

BRAUNSCHWEIG. Im Stadion am Salzgitter-See wollen die Lions am 2. Mai ihr erstes Endspiel des Jahres bestreiten. Doch um den Gruppensieg und den Einzug ins Viertelfinale des Eurobowls geht es dann nur, wenn die deutschen Meister heute in Spanien siegen.

Siebenmal haben die Braunschweiger den deutschen Titel geholt, seit 2005 sogar viermal in Folge. Doch aus finanziellen Gründen lehnten die Lions in allen vier Fällen die Teilnahme ab an der europäischen Meisterrunde, quasi der Champions League, die im Football Eurobowl heißt.

Diesmal sind die Braunschweiger wieder dabei. Der Eurobowl-Champion von 1999 und 2003 besitzt wegen seiner langen Abwesenheit in diesem Wettbewerb allerdings keine Lobby mehr, ist nicht gesetzt und muss deshalb durch die komplette Qualifikations-Mühle.

So spielen die Lions in einer von vier Dreier-Gruppen um die Qualifikation für das Viertelfinale. Gegen jeden Gegner gibt es nur ein Duell, ohne Rückspiel also. Nur der Gruppensieger kommt durch. Und weil der heutige Gastgeber Valencia Firebats bereits gegen die Bolzano Giants mit 0:20 verloren hat, müssen die Braunschweiger siegen, um am 2. Mai in Salzgitter gegen Bolzano alle Trümpfe in den Händen zu halten. Der Viertelfinal-Gastgeber steht bereits fest: Es ist kein Geringerer als der Titelverteidiger Tirol Raiders Innsbruck.

Seit Dienstag bereiten sich die Braunschweiger in einem Kurz-Trainingslager in Valencia auf das erste Pflichtspiel der Saison vor. Im 42-köpfigen Reise-Tross fehlen zahlreiche Spieler, die im Testspiel gegen Düsseldorf vor zwei Wochen noch mitgespielt haben. Das hat vor allem berufliche und schulische Gründe, aber auch Verletzungen verhindern einen Auftritt in Spanien in Bestbesetzung.

Über die Qualität des Gegners weiß Lions-Cheftrainer Javier Cook nur wenig. Aber auch die eigenen Stärken sind ihm noch nicht ganz klar. Zu schwach war Sparrings-Partner Düsseldorf, zu deutlich der 64:2-Erfolg, um kernige Aufschlüsse über mögliche Schwachstellen zu erhalten.

"Ich verspreche mir vom Trainingslager in Spanien, dass wir enger zusammenrücken und durch das tägliche Training eine bessere Abstimmung in allen Mannschaftsteilen erreichen", sagt Cook. Das soll dann zum Sieg in Valencia reichen, so hofft er, hoffen die Fans und ganz besonders die Salzgitteraner.

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