Ein großer Name, aber trotzdem Mr. Unbekannt

Braunschweiger Footballer verpflichten US-Angreifer mit außergewöhnlicher Vita

BRAUNSCHWEIG. Die besten Footballer der Welt spielen in der US-Profiliga NFL. Aber nicht alle Stars aus Schul- oder Universitätsteams schaffen das. Was machen die? Viele gehen in eine Art zweite Liga, einige nach Europa und drei zu den Braunschweig Lions.

Der deutsche Rekordmeister gab gestern die Verpflichtung eines Ballträgers bekannt, der mit außergewöhnlich guten Statistiken wuchern kann. Austin Scott heißt der Mann. Der 25-Jährige sorgte zuletzt für Furore an der renommierten Penn State University. Nach dem Abgang von Prince Baffour hoffen die Braunschweiger, in Scott nicht nur Ersatz gefunden zu haben, sondern eine Verbesserung auf dieser Schlüsselposition für das Laufspiel.

Zuvor hatten die Lions bereits die Verpflichtungen von Ballfänger Tyrre Burks sowie von Abwehrspieler Chris Graham bekannt gegeben. Beide weisen eine ähnlich beeindruckende Vita auf wie Scott. Damit ist klar: Der neue Lions-Chefcoach Matthias Engisch und sein Trainerstab wollen mit aller Kraft die vergangene Saison vergessen machen, als erstmals seit 1995 die Play-offs verpasst wurden.

"Ich kann nicht sagen und ich will nicht sagen, wo ich uns in der Bundesliga einordne. Man sollte vor dem ersten Spiel niemals zu optimistisch sein. Aber ich kann versprechen, dass wir unseren Fans etwas bieten werden. Die Lions 2010 werden keinen Zentimeter Boden kampflos hergeben", sagt Engisch energisch.

Dem ehemaligen Stammspieler und mehrfachen deutschen Meister ist es wichtig zu betonen, dass die Verpflichtungen dieser drei herausragenden Amerikaner noch lange keine Erfolgsgarantie sind. "Wir können nur hoffen, dass sie zu uns passen und uns auch wirklich helfen werden. Wir als Trainer haben alles getan, damit die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass alles passt", sagt Engisch.

Im Internet haben alle sehr guten, guten und weniger guten US-Spieler Videos und Statistiken von sich platziert. Engisch und seine Männer haben viel Zeit investiert, um daraus eine Vorauswahl zu treffen. "Und dann musst du ganz, ganz viel telefonieren, mit den Spielern reden, erklären, was sie hier erwartet, herausfinden, was sie erwarten. Und wenn du ein gutes Gefühl hast, gilt es zuzuschlagen und die Sache perfekt zu machen", erklärt Engisch.

Bei Scott, Graham und Burks hatten die Braunschweiger ein gutes Gefühl, "ein sehr gutes". Bis zur Ankunft der US-Boys wächst nun die Spannung ins Unermessliche – bei den Trainern und natürlich auch bei den Fans.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort