Zimmermann gibt Lob an Mitspieler weiter

Lions-Quarterback als wertvollster Spieler des Finales ausgezeichnet – Receiver nutzen ihre Freiräume

Braunschweigs deutscher Quarterback Dennis Zimmermann reckt die Trophäe für den wertvollsten Spieler in den Stuttgarter Abendhimmel. 

Braunschweigs deutscher Quarterback Dennis Zimmermann reckt die Trophäe für den wertvollsten Spieler in den Stuttgarter Abendhimmel. 

STUTTGART. Stolz hielt der zum wertvollsten Spieler des German-Bowl-Finales gewählte Dennis Zimmermann die Trophäe in der Hand. Doch dann keine Spur von Berliner Schnauze. "Ich bin gefühlsmäßig total tot. Ich muss meine Emotionen erst mal ordnen", sagte der 26-jährige Spielmacher. Er war von der Auszeichnung sichtlich überrascht, hatte mit zwei Touchdown-Pässen und insgesamt 163 Metern Raumgewinn aber großen Anteil am eindeutigen Erfolg der Lions.

Fair gab Zimmermann das an ihn gerichtete Lob an seine Pass-Empfänger weiter. Sie hätten sich immer wieder glänzend freigelaufen und ihm die Arbeit erleichtert. Weil Star-Receiver Kelvin Love durch Defenseback Hassan Raschid weitgehend neutralisiert wurde, sprangen Olaf Fischer, Jörg Heckenbach und Oliver Krahn in die Bresche und nutzten die sich bietenden Freiräume.

"Wir kommen wieder ins Finale. Wir haben eine jungen Kader, während die Lions alt sind", sagte Stuttgarts Linebacker Jasson Scott bei der Pressekonferenz und erntete sofort Widerspruch von Meistertrainer Gary Spielbuehler. "Okay, die Lions sind erfahrener", schwächte Scott ab. Sein Trainer Tom Ross hatte zuvor die Braunschweiger Überlegenheit anerkannt. Ross versprach, mit vielen aus dem eigenen Nachwuchs nachrückenden Talenten künftig nach dem Titel zu greifen.

Ein sichtlich aufgekratzter und entspannt wirkender Spielbuehler nannte das Stoppen des Stuttgarter Laufspiels als entscheidenden Grund für den deutlichen Erfolg der Lions. Den hatten 42,2 Prozent der abstimmenden Leser im Football-Fachmagazin Huddle vorausgesagt. "Unsere Defensive ist nicht schlecht" scherzte Spielbuehler und schloss sofort seinen Angriff und seine Spezial-Teams ins Lob mit ein. So hatte Kelvin Love den Fieldgoal-Versuch von Frank Hofmann geblockt. Und Steffen Dölger unterstrich eindrucksvoll seinen Ruf als Deutschlands Kicker Nummer 1.

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