"Die Lions werden immer Lions heißen"

Neue Vermarktungsfirma bastelt an der Zukunft des Footballs – Neuer Sponsor und Probesitzen für die Fans

Wolters-Boss Peter Lehna (rechts) im Lions-Trikot von 1993 reicht Football-Manager Andreas Bräunlich die Hand.    

Foto: Frank Rieseberg

Wolters-Boss Peter Lehna (rechts) im Lions-Trikot von 1993 reicht Football-Manager Andreas Bräunlich die Hand.     Foto: Frank Rieseberg

American Football in Braunschweig ist eine Erfolgsgeschichte. Die Braunschweig Lions sind nicht nur deutscher Rekordmeister, sondern auch ein Zuschauer-Krösus. Immer noch, obwohl die Besucherzahlen zuletzt rückläufig waren.

Noch bis Ende des Jahres hat die bisherige Vermarktungsfirma das Sagen, danach gibt es ein Modell mit neuer Vermarktungsfirma, in dem der Mutterverein der Lions, der 1. FFC, stärker eingebunden sein wird als bisher.

Dass die Übergabe der Geschäfte nicht reibungslos verläuft, weil sich alte und neue Gesellschaft auf fast gar nichts einigen konnten, hat für große Unsicherheit bei den Fans gesorgt. So liegen die Namensrechte bei der alten Firma, die selbst die Markenrechte hatte kaufen müssen.

Eine finanzielle Einigung ist nicht in Sicht. Die Braunschweig Lions wird es deshalb wohl unter diesem Namen nicht mehr geben in der neuen Saison. "Noch ist nichts endgültig. Aber soviel kann ich versprechen: Die Lions werden immer Lions heißen", sagt der neue Geschäftsführer Andreas Bräunlich.

Bis Ende des Jahres sind ihm wegen des nicht erzielten Konsenses mit der alten Vermarktungsfirma die Hände gebunden, was Spielerverpflichtungen angeht. Allerdings hat er bereits viele Gespräche mit möglichen Sponsoren geführt.

Ein ganz alter Sponsor der Lions hat nun bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Als erster von acht möglichen Trikotsponsoren unterschrieb die Brauerei Wolters einen Vertrag mit Bräunlich. Diese Braunschweiger Firma zählte zu den ersten, die Football in unserer Stadt unterstützt haben, stieg aber vor 18 Jahren bei den Lions aus – und nun wieder ein.

"Sport-Sponsoring ist für uns das wichtigste Marketing-Mittel. In Braunschweig haben Eintracht, der Basketball und die Lions eine herausragende Bedeutung. Deshalb ist es für uns konsequent, wieder etwas für den Football zu tun", sagt Peter Lehna, der Boss der Brauerei.

Für den 1. FFC ist die feste Wolters-Zusage ein Mut machender Startschuss in eine neue Ära. Zu der gehört aber auch, dass in vielen Dingen bei Null angefangen werden muss, weil es eben mit den bisherigen Managern keine Einigung gibt. So liegen der neuen Firma die über mehrere Jahre hinweg arbeitsintensiv zusammengetragenen Daten über Stammbesucher nicht vor.

Also werden auch für die Braunschweiger Football-Fans die Karten im wahrsten Sinne des Wortes neu gemischt. Im Gegensatz zu diesem Jahr werden künftig wieder Haupt- und Gegentribüne, Ost- und Westteil des Eintracht-Stadions genutzt. Der 1. FFC lädt deshalb alle Fans, die Interesse an einer Jahreskarte für 2011 haben ein, um am 13. November eine Art Probesitzen zu veranstalten. Bisherige Dauerkartenbesitzer können allerdings ihren alten Platz wiedererhalten, wenn sie ihre alte Karte vorlegen, teilt der Verein mit.

Natürlich soll es an diesem Tag drumherum ein Programm geben, das Lust machen soll auf die neue Spielzeit. Und auch schon dabei will Wolters eine Hauptrolle spielen.

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