"Ich kann mich an alles gewöhnen – nur nicht an verlorene Spiele"

Noch drei Tage bis zum Football-Saisonstart – Lions-Trainer Javier Cook lobt seine Receiver

BRAUNSCHWEIG. Ein früher Start am Samstag und zuvor viele Regentage. Lions-Trainer Javier Cook hatte alles andere als eine ideale Vorbereitung auf die Footballsaison: "Wir sind erst bei gut 75 Prozent"

Die Abwehr der Lions wurde etlicher Korsettstangen beraubt. Aus der Startformation müssen Frank Söhlke, Gunnar Winkler, Christoph Königsmann, Andre Grohe, Leonard Greene und Volker Schönball ersetzt werden. "Ich kann nicht erwarten, dass die Abwehr gleich wie im Schlaf funktioniert. Die Feinabstimmung braucht noch einige Wochen", versichert Cook.

Diese Fakten will der Cheftrainer nicht als Ausrede für Niederlagen verstanden wissen. "An alles kann ich mich gewöhnen, nur nicht an verlorene Spiele", sagt der Trainer und verweist die fragenden Fans und Journalisten darauf, dass eine gute Frühform keine Titel sichert, sondern eher Topleistungen während der Play-off-Runde.

Die und natürlich zumindest der Einzug ins Finale ist auch nach dem tiefgreifenden Umbruch vor allem in der Abwehr Pflicht.

Obwohl die Vorstandsriege den durch die riesige Fangemeinde aufgebauten Erfolgsdruck nicht weiter erhöht, kann nach sechs Titeln sowie den elf Finalteilnahmen hintereinander das Ziel nur heißen: "Wir fahren nach Frankfurt." Dort wird am Ende der nächsten drei Spielzeiten die Germanbowl-Trophäe vergeben.

Der neue Trainer war bereits während der Play-off-Spiele der vorigen Saison als Berater für die Offensive Line zu den Lions gestoßen. Somit trägt die Auswahl der Neulinge bereits seine Handschrift.

Cook: "Ich musste manch gutem Receiver absagen, dort sind wir mit Kelvin Love, Jörg Heckenbach, Olaf Fischer, Oliver Krahn und unserem starken Nachwuchs gut gesetzt. Wir haben vornehmlich Abwehrleute gesucht und gefunden. Manchmal passt ein Spieler leider charakterlich nicht zu uns und manchmal lässt der Etat halt die Verpflichtung nicht zu"

Starke Fortschritte hat das Trainergespann bei Runningback Prince Baffour ausgemacht. Der habe sich von Position vier unter Trainervorgänger Gary Spielbuehler auf Platz zwei hinter Jabari Johnson vorgearbeitet.

Selbst die Frage, ob die Lions im Falle einer Verletzung von Spielmacher Dennis Zimmermann noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen müssen, beantwortet der Cheftrainer mit stoischer Ruhe. Cook: "Der Neue müsste Deutscher sein und dieser Markt ist übersichtlich. Dann würde Kelvin Love übernehmen. Notfalls könnten auch DeMario William und der junge Christian Bollmann Quarterback spielen.

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