Wirbel um den Stadion-Sponsor: Footballer wollen Stück vom Kuchen

Lions fordern als einer der Hauptmieter der Arena ein Mitspracherecht

Geschäftsführer Mirko Schulz fordert für seine Lions einen Anteil an den Einkünften für die Stadion-Umbenennung.    

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Geschäftsführer Mirko Schulz fordert für seine Lions einen Anteil an den Einkünften für die Stadion-Umbenennung.     Foto: Verein

BRAUNSCHWEIG. Sollte das Stadion an der Hamburger Straße einen Namenssponsoren bekommen, dann wollen außer der Eintracht auch die Lions hiervon profitieren. "Wir haben jede Saison sechs bis acht Football-Heimspiele und zahlen dafür alljährlich einen hohen fünfstelligen Betrag. Wünschenswert wäre für uns eine geringere Stadionmiete", erklärte Mirko Schulz auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft der Braunschweig Lions sperrt sich nicht gegen die Pläne der Eintracht. Bis zu 500 000 Euro pro Jahr will die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg (BraWo) jährlich als Namenssponsor für das Braunschweiger Stadion zahlen.

Der deutsche Football-Rekordmeisters möchte am Entscheidungsprozess und auch finanziell beteiligt werden. Schulz: "Wir haben einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben und hoffen, dass der mögliche Erlös nicht ausschließlich an Eintracht und in die Stadionsanierung fließen."

Pikanterweise ist das Geldinstitut als Trikotsponsor auch einer der Hauptgeldgeber der Lions. Aber wenn der Name des Stadions vergeben sei, würden sich Probleme bei der Suche nach Sponsoren für Sportvereine ergeben. Als Beispiel nennt Schulz die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Damals musste der Fußball-Weltverband Fifa aus Rücksicht auf seine Sponsoren die Buchstaben der jeweiligen Stadion-Sponsoren abbauen lassen und zahlte denen dafür hohe Entschädigungen.

Das Verhältnis zur Eintracht beschreibt Lions-Sportdirektor Dirk Miehe als sehr gut. Von November bis Februar hätten A- und B-Juniorenkicker der Eintracht auf der Lions-Heimstätte auf der Roten Wiese trainiert.

Als zweitgrößter Stadionnutzer hinter der Eintracht möchten die Lions ein Wörtchen mitreden, wenn über den Stadion-Namen verhandelt wird. Dies sei eine Prinzipienfrage. Sollte es zum Abschluss kommen, erhoffen sich die Footballer ein Stück vom großen Kuchen.

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