Ball flacher halten als beim Fieldgoal

Lions-Footballer versuchen sich bei den Braunschweiger Beach-Soccer-Meisterschaften am runden Leder

Rund 150 Strandkicker werden heute alles in die Waagschale werfen. Im Kennelbad wird ab 12 Uhr der Beach-Soccer-Meister 2008 gesucht. Nur ein Team darf und sollte sich entgegen der sportlichen Gewohnheit zurückhalten: Die Footballer der Braunschweig Lions.

Die treten in einem Einlagespiel um 19.45 Uhr gegen eine Promi-Mannschaft außerhalb der Konkurrenz an. Im Gegensatz zu den Yard-Zonen auf dem grünen Rasen sind auf dem sandigen Beach-Soccer-Feld aber weder raue Tacklings noch rüder Körpereinsatz gefragt.

"Wir werden einige Jungs dabei haben, die versuchen werden, gegen das Leder zu treten", kündigt Lions-Sprecher René Stammer an. Thorsten Ruthe, Ryan Davis, Bastian Kypke und Volker Schönball sind auf jeden Fall dabei. Den Unterschied zwischen dem Football-Ei und der runden Kugel kennt jeder. Der Vater von Davis war früher sogar Profi beim US-Fußballklub New York Cosmos. "Viele unserer Spieler haben früher mit Fußball begonnen und sind dann zum Football gewechselt", weiß Stammer.

So ist es auch im Fall von Volker Schönball. Der Cornerback durchlief die Jugendteams des SC Victoria. "Im Sand habe ich allerdings selten gespielt", baut der 27-Jährige allzu großen Erwartungen schon mal vor. Auf technische Raffinessen kommt es bei Schönball sowieso nicht so sehr an. Aufgrund von Knieproblemen hat er sich für die Torwartposition zur Verfügung gestellt.

Bereits beim Turnier am Tankumsee vergangenes Wochenende waren die Lions mit einem Präsentationsstand vertreten. "Wenn wir sowieso da sind und Autogramme geben, können die Jungs auch gleich spielen", findet Stammer sehr zur Freude von Turnier-Organisator Frank Krüger. Und für Stimmung sorgen die Footballer auch gleich, indem sie mit den Lionettes ihre Cheerleadergruppe mitbringen.

"Der Ehrgeiz wird bei uns sicher da sein. Wir sind eben alle Sportsmänner", prognostiziert Schönball, kündigt aber selbstverständlich auch die Einhaltung der Fair-play-Regeln an. Eine Taktik wird er seinen Mitspielern auch mit auf den Weg geben. "Im Gegensatz zum normalen Fußball sollte man den Ball auf Sand wohl nicht unbedingt flach halten." Der hügelige Untergrund würde nur Luftlöcher provozieren.

Ganz so hoch wie bei einem Fieldgoal-Versuch in ihrer Hauptsportart sollten die Lions aber besser auch nicht ansetzen. Sonst landet der Ball sicher nicht nur einmal im angrenzenden Badesee.

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