Die Braunschweig Lions kaufen ihren Namen

Drei Jahre lang mussten sie dafür Miete zahlen

BRAUNSCHWEIG. Wer meint, einen guten Namen zu haben, der kann ihn schützen lassen. Dann sind Gebühren fällig, wenn etwa ein Unternehmer T-Shirts mit diesem geschützten Slogan anbieten will. Die ehemaligen Vermarkter der Braunschweiger Footballer haben den Namen "Braunschweig Lions" schützen lassen, mussten aber vor drei Jahren Insolvenz anmelden.

Fortan gehörte der Name "Braunschweig Lions" dem Insolvenzverwalter, der die Aufgabe hat, möglichst viel Geld für die Gläubiger zu beschaffen. Und die Nachfolge-Vermarktungsgesellschaft musste sich ihren Namen von ihm mieten. Nun ist Schluss damit, die "neuen" Lions haben sich ihren Namen zurückgekauft.

"Man kann nicht einfach einen Namen wechseln. Es hat viele Jahre gedauert, um unseren heutigen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Unser Name steht bei den Fans für Tradition und bei den Sponsoren für alles, was wir sind: zum Beispiel zuverlässig und erfolgreich über Jahrzehnte hinweg", beschreibt Mirko Schulz, der Geschäftsführer der neuen Vermarktungsgesellschaft.

Dass in der abgelaufenen Saison der deutsche Rekordmeister erstmals seit 1996 die Play-offs verpasst hat, lag auch daran, dass für den Namens-Rückkauf gespart werden musste. "Aber in Zukunft müssen wir keine Miete mehr bezahlen", freut sich Schulz. Dabei dürfte es sich pro Jahr um soviel Geld gehandelt haben, wie zwei gute US-Importspieler kosten.

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