Matthies stellt klar: Eintracht nicht bevorzugt

Stadtsportbund-Präsident verweist auf Hilfen und Förderprojekte – Braunschweig unterstützt seine Vereine umfangreich

Stadtsportbund-Präsident Franz Matthies.    

Foto: David Taylor

Stadtsportbund-Präsident Franz Matthies.     Foto: David Taylor

Franz Matthies will die vielfach geäußerten Vorwürfe, Eintracht werde von der Stadt und dem Oberbürgermeister finanziell bevorzugt, nicht unkommentiert hinnehmen. Der Präsident des Stadtsportbundes nennt Beispiele für die breit Unterstützung der Stadt.

"Es ist absoluter Unsinn, wenn behauptet wird, Eintracht wird bevorzugt behandelt", sagt Matthies. "Zuerst einmal ist es großartig, dass unsere Eintracht den Abstieg in die 4. Liga verhindert hat und nun der Ausbau des Stadions einschließlich der Nordkurve in Angriff genommen wird. Ein modernes Stadion ist ein Muss für den Werbeträger Nummer eins unserer Stadt und Grundlage, um sein wirtschaftliches Überleben zu sichern. Insofern gilt dem Oberbürgermeister, den Sponsoren und dem Rat der Stadt Dank", betont der Stadtsportbund-Präsident.

Und er nennt Beispiele, für die Förderung anderer Sportarten und Vereine.

"Nach Einwirkung des Oberbürgermeisters ist den American Footballern der Lions mit einer zusätzlichen Finanzhilfe in Höhe einer sechsstelligen Summe 2002 das wirtschaftliche Überleben ermöglicht worden", erinnert Matthies. "Die Stadt hat es nach den Auswärtsaufenthalten der Lions in Wahle und Meine ermöglicht, dass sie beim BSV Ölper auf dem Sportplatz Biberweg unterkamen und dort eine neue Flutlichtanlage installiert wurde. Dafür muss man auch dem Vorsitzenden des BSV Ölper, Achim Haars, danken. Vor zwei Jahren schließlich kehrten die Lions auf die "Rote Wiese" zurück, die – nach der Insolvenz des Post SV – durch eine gemeinsame Aktion von Stadt und Stadtsportbund wieder für den Breitensport zur Verfügung stand"

Auch dem Basketball-Bundesligisten sei umfänglich geholfen worden. "Im Januar 2006 drohte das Aus. Es ist insbesondere Oberbürgermeister Hoffmann zu verdanken, dass mit Emir Mutapcic einer der renommiertesten Trainer in Deutschland verpflichtet wurde, dass die Sponsoren zu erneuten Kraftanstrengungen bewegt wurden und mit New Yorker ein weiterer Hauptsponsor gewonnen wurde", stellt der Stadtsportbund-Präsident klar.

Die Öffentliche, BS Energy Veolia und New Yorker sind seit 2007 neue Gesellschafter, der Stadtsportbund ist Vierter im Bunde. Als vierter Großsponsor habe zudem VW einen großen Anteil daran, dass Bundesliga-Basketball weiter in Braunschweig gespielt wird.

"Auch dem Braunschweiger Tanz-Sport-Club hat die Stadt finanzielle geholfen. Man kann sagen, es ist es uns in den Jahren 2005 bis 2007 durch mehrere Maßnahmen gelungen, den BTSC am Leben zu halten", erinnert Matthies an die Krise.

Den Vorwurf nur die prestigeträchtigen Mannschaften würden von der Stadt unterstützt, weist Matthies ebenfalls zurück.

"Auch die anderen Vereine werden unterstützt. Ich habe seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder die Erhöhung der Unterhaltungszuschüsse für vereinseigene, gemietete oder gepachtete Sportanlagen angemahnt. Dazu zählen auch 35 Großanlagen der Stadt. Der Oberbürgermeister hat von 2007 an die Anhebung der Mittel von 766 600 auf 1 087 900 Euro veranlasst. Dadurch wird eine fast 50-prozentige Kostenbeteiligung für Vereine mit Außensportanlagen erreicht. Zuvor gab es von der Stadt generell etwa 25 Prozent", zählt Matthies auf.

Der Stadtsportbund strebe allerdings weiter eine grundsätzliche Erhöhung, etwa für vereinseigene Sporthallen, auf 50 Prozent an. Immerhin haben auch die Vereine in den vergangenen 20 Jahren zusammengerechnet rund 40 Millionen Euro eingebracht. Den Vereinen kämen zudem die Investitionen der Stadt in Baumaßnahmen entgegen.

"Da gibt es allein in den vergangenen zwei Jahren mehrere. So hat Lamme eine großartige Sportanlage erhalten. In Stöckheim und am Schwarzen Berg wurden Schulsporthallen gebaut, die auch Vereinssporthallen sind, und den Vereinen dort ganz neue Perspektiven eröffnen", betont Stadtsportbund-Chef Franz Matthies.

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