"Die Lions sind der Maßstab im Football, dort wollen wir hin"

Kiels Trainer Kent Anderson hat von acht Bundesliga-Endspielen sieben gewonnen

Meistertrainer Kent Anderson (links) will mit seinem Kieler Abwehrchef Robert Flickinger wieder den Pokal erkämpfen.    

Foto: Archivfoto: David Taylor

Meistertrainer Kent Anderson (links) will mit seinem Kieler Abwehrchef Robert Flickinger wieder den Pokal erkämpfen.     Foto: Archivfoto: David Taylor

BRAUNSCHWEIG. Er ist ein Sunnyboy und Erfolgsgarant im Football. Als die Kiel Baltic Hurricanes im Herbst 2006 Trainer Kent Anderson von den Braunschweig Lions an die Ostsee lockten und mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ausstatteten, peilten sie erst für 2009 den Einzug ins Finale an. Dieses Etappenziel hat der Amerikaner bereits ein Jahr früher erreicht, jetzt will er mehr.

Von ihm trainierte Teams zogen in acht Endspiele um die deutsche Meisterschaft ein und verließen siebenmal als Sieger den Rasen. Hat der 45-Jährige das Erfolgs-Gen? "Das ist Quatsch, es sind immer neue Teams und Konstellationen", wehrt Anderson den verbalen Blumenstrauß ab.

"Wir wollen in Kiel dort hin, wo Braunschweig schon lange ist. Wie Bayern München im Fußball sind die Lions der Maßstab im Football, selbst in Europa", sagt der sich stets locker gebende Trainer.

Für ihn ist Kontinuität wichtig. Seine Hurricanes sollen Stammgast im German Bowl werden. Sie haben mit knapp 4000 Besuchern im Schnitt bereits den Fußball-Regionalligisten KSV Holstein in der Zuschauergunst überholt. Andersons Traum wäre eine ähnliche Dominanz wie sie der Champions-League-Gewinner THW Kiel im Handball besitzt.

Hierfür hat Anderson die früheren Braunschweiger Adrian Rainbow, Robert Flickinger, Sascha Gerasimov und Leonard Greene um sich geschart. Er stöbert ständig den Markt nach Verstärkungen ab und hat den früheren Kölner Runningback Leon Spearman verpflichtet, falls einer seiner Passempfänger Estrus Crayton oder Brandon Langston ausfallen sollte.

Der Erfolgstrainer vergleicht eine Saison mit einem Sprint. Seine Teams müssen am Ende einer langen Saison, wenn Blessuren das Training erschweren, ihre Höchstform bringen. Anderson: "Was nützt mir ein Weltrekord im Vorlauf, wenn ich im Finale keine Medaille erreiche?"

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