Andrew feiert Einstand nach Maß
Neuer Runningback trägt den Ball zweimal in die gegnerische Endzone – Lions deklassieren Dresden 52:19
DRESDEN. Die Lions haben den Dresden Monarchs gleich mehrere Zacken aus der königlichen Krone gebrochen. Braunschweigs Footballer nahmen für die Niederlage im ersten Heimspiel der Bundesligasaison eindrucksvoll Revanche und siegten an der Elbe 52:19.
Das nüchterne Ergebnis interessierte Lions-Cheftrainer Javier Cook weniger als die Tatsache, dass sich niemand verletzt hat und vor allem mehr Laufspielzüge als bislang erfolgreich umgesetzt wurden. Bis kurz nach der Pause wirbelte die Stammformation, dann erhielt die zweite Garde Einsatzzeit. Bewährungschancen bekamen Jan Lanser, Christoph Wolf, Sven Becker, William Ngaoudjio, Marco Majchrzak und Mathias Glowania.
Nur kurz auf dem Feld war allerdings Runningback Dennis Mika, der nach einer Rangelei mit Dresdens Elias Betka von den Schiedsrichtern vorzeitig zum Duschen geschickt wurde und im Heimspiel gegen Köln gesperrt ist.
Einen Einstand nach Maß feierte Michael Andrew. Der 22 Jahre alte Runningback mit NFLE-Erfahrung bei den Amsterdam Admirals stahl Dresdens Star Tony Hollings die Schau. Dem fehlte allerdings der gewohnte Vorblocker. Der junge Lucas Metzel räumte den Weg nicht so frei wie gewohnt, so dass auch Hollings etwas unmotiviert und nicht so wirkungsvoll wie sonst agierte.
Dafür erlief Andrew zwei Touchdowns und rund 150 Meter Raumgewinn. Als Folge wurden Jabari Johnson wegen Trainingsrückstand aus beruflichen Gründen und der durch eine Oberschenkelzerrung gehandikapte Prince Baffour geschont.
Vor 1600 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion begann Lions-Spielmacher Dennis Zimmermann zwar mit einem Fehlpass, der statt bei Yoan Schnee in den Händen von Christian Arnold landete, doch fügte sich ein Zahnrad ins andere und die Löwen-Maschine kam auf Touren,
"Wir hätten noch deutlicher gewinnen können, aber es kam darauf an, Laufspielzüge im Ernstfall zu testen und den Reservisten Einsatzzeiten zu geben", erläuterte Cook. Als Belohnung gab es für den kompletten Kader am Dienstag trainingsfrei. So lassen sich im Vorfeld der Partie gegen die Kölner Falken kleine Blessuren ausheilen.

