13:13 in Berlin – Lions nur eine Halbzeit lang bissig
Nach der Pause holt der Löwen-Angriff keinen einzigen Punkt mehr
BERLIN. Sie waren nach Berlin gefahren, um die Rebels niederzukämpfen. Aber am Ende mussten die Braunschweig Lions in der German Football League froh sein, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.
Nach dem 13:13 (10:0, 3:7, 0:0, 0:6) im Nachholspiel bleiben die Mannen von Cheftrainer Matthias Engisch auf Platz drei in der Nordgruppe und halten Playoff-Kurs.
"Nur in der ersten Halbzeit haben wir den Ball schön bewegt", bilanzierte Engisch. Nach dem Pausentee war davon wenig übrig. "Wir haben es versäumt Punkte zu machen und die Defense der Rebels hat sich immer besser auf uns eingestellt."
Ja, die Löwen hätten noch verlieren können. "Unsere Defense hat den Punkt gerettet", sah Engisch wenigstens noch ein wenig Gutes in dem Nachmittag in der Hauptstadt. "Das war eine komplett mittelmäßige Leistung von uns", so sein enttäuschendes Fazit.
Immer wieder sorgten Kleinigkeiten, individuelle Fehler dafür, dass Sand ins Angriffsgetriebe kam. Mal war ein Pass zu ungenau, mal stimmte ein Laufweg nicht, mal stand ein Block falsch – irgendwie fehlte immer bei jemandem die Konzentration, fehlte die letzte Entschlossenheit und der Ball landete wieder bei den Berlinern.
"Der eine oder andere war in Gedanken vielleicht schon zu früh im Sommerurlaub", sagte Engisch. Die mangelnde Einstellung ließ sich aber auch vom Cheftrainer nicht mehr beheben.
Für die Punkte der Braunschweiger, die jetzt bis zum 14. August zum Auswärtsspiel in Dresden Pause haben, sorgten Kicker Tobias Goebel, der zwei Fieldgoals und eine Erhöhung zwischen die Stangen setzte, und Ballfänger Tyrell Burks mit einem Touchdown. Für einen Sieg bei den Rebels reichte das aber nicht.
