Ismaik-Attacke: 1860 München überrascht und irritiert

München  Mit deutlichem Unverständnis hat die Führung des Fußball-Zweitligisten 1860 München auf die jüngste Verbalattacke von Investor Hasan Ismaik reagiert.

Investor Hasan Ismaik (l) und 1860-Präsident Dieter Schneider sind sich nicht grün.

Foto: Andreas Gebert

Investor Hasan Ismaik (l) und 1860-Präsident Dieter Schneider sind sich nicht grün. Foto: Andreas Gebert

«Der Verein ist überrascht und irritiert über diesen Weg der Kritik und die Art und Weise der Äußerungen», erklärten Präsidium und Aufsichtsrat der Löwen in einer gemeinsamen Erklärung. Ismaik hatte in einem Interview der «tz» die Vereinsführung hart angegangen: «Die Wahrheit ist, dass sie sich nicht wirklich um den Club kümmern, sondern um ihre Ämter und ihr Ansehen in den Medien.» Vor allem attackierte der Jordanier, der den Traditionsclub vor dem finanziellen Aus bewahrt hatte, Präsident Dieter Schneider. «Warum sollte ein alter Mann wie Schneider am Präsidentenposten festhalten? Die einzige Erklärung ist, dass seine persönlichen Interessen und sein Öffentlichkeitsdrang ihn dort halten.»

«Persönliche Angriffe sind in diesem Zusammenhang kontraproduktiv und sollten nicht Teil einer Verhandlungstaktik sein», hielten die Vereinsgremien dagegen. Schneider hatte eine eigene Stellungnahme zuvor abgelehnt.

Für das anstehende Treffen mit Ismaik am Montag mahnte der Verein eine «sachliche Atmosphäre» an. Selbstverständlich werde Ismaik die Art der Mitbestimmung eingeräumt, die ihm als Finanzinvestor und Partner zustehe. «Es ist aber auch unsere Verpflichtung, auf die Einhaltung der DFL Regel "50+1" zu achten, die Interessen und die ureigenen Eigenschaften unseres Vereins zu vertreten und ihn vor möglichen Sanktionen zu schützen», hieß es weiter. Mit dieser Regelung ist es Investoren nicht möglich, die Stimmenmehrheit bei Proficlubs zu übernehmen. (dpa)

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