DFB-Frauen bei EM gegen Norwegen, Holland und Island

Göteborg  Glücksfee Steffi Jones hat den deutschen Fußball-Frauen einen lösbaren Aufgalopp auf dem Weg zum erhofften achten EM-Titel beschert.

Silvia Neid kann ihre Nationalmannschaft nun gezielt auf die Gegner vorbereiten.

Foto: Angelika Warmuth

Silvia Neid kann ihre Nationalmannschaft nun gezielt auf die Gegner vorbereiten. Foto: Angelika Warmuth

Die ehemalige Nationalspielerin fischte bei der Endrundenauslosung in Göteborg die Niederlande, Norwegen und Island als Vorrundengegner der DFB-Auswahl beim Turnier vom 10. bis 28. Juli in Schweden aus dem Lostopf. «Ich denke, das ist eine gute Gruppe für Deutschland», äußerte sich Jones zufrieden.

Bundestrainerin Silvia Neid warnte trotz der klaren Favoritenrolle ihrer Mannschaft vor einer Unterschätzung der Konkurrenz. «Ich denke, das ist eine schwere Gruppe. Wir treffen auf Teams, die sehr robust und zweikampfstark agieren. Wir müssen topfit sein und dagegenhalten», sagte Neid.

Am Weiterkommen des Titelverteidigers ließ sie aber keine Zweifel aufkommen, immerhin qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten der drei Gruppen sowie die zwei besten Dritten für das Viertelfinale. «Es wird eine Herausforderung für uns, die wir gerne annehmen.»

Deutscher Auftaktgegner ist am 11. Juli in Växjö die Niederlande. Am 14. Juli geht es an gleicher Stätte gegen Island. Drei Tage später kommt es zum Abschluss der Vorrunde in Kalmar zur Neuauflage des EM-Finals 2005 gegen Norwegen. «Das ist immer ein heißer Fight», meinte Neid.

Beim siebten Titelgewinn 2009 waren die DFB-Frauen gleich zweimal auf die Skandinavierinnen getroffen. «In der Vorrunde haben wir relativ deutlich gewonnen, im Halbfinale wäre es fast andersherum gelaufen», erinnerte Neid an die Partien.

Nach einem glatten 4:0 im Gruppenspiel kam der spätere Europameister im Semifinale nach 0:1-Halbzeitrückstand zu einem schwer erkämpften 3:1. «Das wird nicht einfach. Gegen Norwegen haben wir uns immer schwer getan», sagte Abwehrspielerin Annike Krahn und ernannte den zweimaligen EM-Champion zum Hauptkonkurrenten um den Sieg in der Gruppe B. «Allerdings haben wir sie bei der vergangenen EM zweimal geschlagen. Ich hoffe, das ist ein gutes Omen.»

Auf die leichte Schulter nehmen werden die DFB-Frauen auch die beiden anderen Gegner nicht. Gegen Island gab es 2009 in der EM-Vorrunde ein mühevolles 1:0, die Niederlande scheiterte bei dem Turnier erst im Halbfinale an England.

Um für die Mission Titelverteidigung besten gerüstet zu sein, testen die deutschen Frauen zuvor gegen hochkarätige Gegner. Am 5. April kommenden Jahres kommt es zum Duell mit Olympiasieger USA, gegen den es Ende Oktober zwei Unentschieden gegeben hatte. Am 29. Juni steht die WM-Revanche gegen Weltmeister Japan an. Die Spielorte für die Heimpartien stehen noch nicht fest. Das EM-Jahr beginnt der siebenmalige Europameister am 13. Februar in Frankreich.

Gruppe A: Schweden Italien Dänemark Finnland

Gruppe B: Deutschland Norwegen Niederlande Island

Gruppe C: Frankreich England Russland Spanien (dpa)

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