Bobic über Krawallmacher: «Man muss sie wegsperren»

Stuttgart  Nach dem Tumult beim Europa-League-Spiel gegen den FC Kopenhagen will VfB Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic gegen die Chaoten unter den eigenen Fans rigoros vorgehen.

Bruno Labbadia versucht mit den deutschen Fans zu reden.

Foto: Jens Norgaard

Bruno Labbadia versucht mit den deutschen Fans zu reden. Foto: Jens Norgaard

«Man muss sie gnadenlos bekämpfen und aus dem Verkehr ziehen», sagte er am Freitag. «Man muss sie wegsperren.» Bobic sieht jedoch nur eine eingeschränkte Handhabe gegen die Randalierer: «Du kommst kaum an die ran.» Sie seien nur schwer zu identifizieren.

Der VfB-Sportdirektor warnte zugleich vor übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen: «Wenn es soweit kommt wie am Flughafen, dass wir durch Schleusen laufen müssen, dann hat der Fußball verloren.»

Beim 2:0-Erfolg am Donnerstagabend hatte eine Gruppe Randalierer mit dem Abschuss von Raketen und Bengalos in der ersten Halbzeit eine Unterbrechung verursacht. Bobic und Trainer Bruno Labbadia eilten zur Fankurve, um Schlimmeres zu verhindern.

Dem kommenden Bundesliga-Gegner Hannover zollt der VfB-Sportdirektor Respekt. «Man muss den Hut davor ziehen, was sie in den letzten Jahren geleistet haben», sagte der frühere 96-Stürmer. «Das wird ein intensiver Abreibungskampf wie in Kopenhagen», meinte Labbadia. «Hannover funktioniert gut als Kollektiv.» (dpa)

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