Zwischenzeugnis für die fünf Eintracht-Neuzugänge
Braunschweig Fünf Spieler hat Zweitligist Eintracht Braunschweig bis zum Ende der Transferperiode unter Vertrag genommen. Wir sagen, wer bisher überzeugt hat.
Kevin Kratz
Die Verpflichtung des ehemaligen Aacheners hat sich als echter Volltreffer erwiesen. Kratz, der die Physis von Marc Pfitzner und die Technik von Damir Vrancic vereint, hat sich im stark besetzten Mittelfeld auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft. Der 25-Jährige hat in dieser Saison bereits vier Treffer vorbereitet, insbesondere bei ruhenden Bällen ist er brandgefährlich. Dass er auch selbst Tore schießen kann, bewies Kratz beim Pokalsieg in Lübeck, als ihm ein Doppelpack gelang.
Jonas Erwig-Drüppel
Der 21-Jährige musste sich lange gedulden, ehe er am fünften Spieltag überhaupt das erste Mal im Kader stand – und dann auf Anhieb sogar in die Startelf rutschte.
Sowohl gegen Regensburg als auch eine Woche später nach seiner Einwechslung in München deutete der ehemalige Schalker seine Qualitäten auf der rechten Außenbahn an. In seiner Spielweise erinnert Erwig-Drüppel an WM-2006-Held David Odonkor. Was ihm noch fehlt, ist die nötige Ruhe am Ball.
Orhan Ademi
Dass der Schweizer mit mazedonischen Wurzeln im deutschen Profi-Fußball derart schnell Fuß fassen würde, war nicht abzusehen: Nach neun Spieltagen hat der 21-Jährige bereits drei Treffer erzielt, zwei davon als Joker. Damit liegt der Angreifer in der teaminternen Torschützenliste hinter Dennis Kruppke (4) auf Platz 2. Ademis Leistungen dürften die Eintracht-Verantwortlichen bestätigt haben, dass es richtig war, sich im Sommer von Mathias Fetsch zu trennen.
Björn Kluft
Der 22-Jährige hatte nach seiner Verpflichtung noch keine Gelegenheit, zu zeigen, was in ihm steckt. Im ersten Freundschaftsspiel der Saisonvorbereitung erlitt der ehemalige Münsteraner eine Kniescheiben-Luxation. Derzeit schuftet der Mittelfeldmann in der Reha in Mainz für sein Comeback. In der Rückrunden-Vorbereitung will Kluft nach derzeitigem Stand wieder angreifen. Bis er wieder ganz der Alte ist, werden allerdings wohl noch Monate vergehen.
Chengdong Zhang
Der chinesische Nationalspieler stieß Ende August, kurz vor Ende der Transferperiode, als fünfter und letzter Neuzugang zu den „Löwen“. In bislang 83 Zweitliga-Minuten blieb der Mittelstürmer, der zuletzt in Portugal aktiv war, den Nachweis seiner Klasse allerdings noch schuldig. Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke betonte zuletzt jedoch mehrfach: „An Zhang werden wir noch viel Freude haben. Der ist eine echte Granate.“
