Washausen und Petersch kämpfen sich heran
Fulpmes Jan Washausen befindet sich nach seiner Sprunggelenksoperation im Aufbautraining, Oliver Petersch kann wegen Knieproblemen nur ein eingeschränktes Übungsprogramm absolvieren.
Für den 23 Jahre alten Defensivspieler Washausen bleibt – ebenso wie für Petersch – im Trainingslager in Fulpmes nur der Platz am Rande des Fußballplatzes. Radfahren, Krafttraining, Stabilisation und ganz spezielle Koordinationsübungen – so sieht das Programm der beiden Fußballer aus. An Ball- und Mannschaftstraining ist derzeit noch nicht zu denken.
„Ich mach mir keinen Druck, ich will sehen, dass ich wieder ganz gesund werde“, sagt Washausen, nach 60 Minuten Koordinationstraining und einer 35-Minuten-Tour mit dem Rad auf bergigen Strecken im Stubaital. Anfang Mai war der 23-Jährige in Straubing am Fußgelenk operiert worden, nachdem er sich zuvor schon länger mit Beschwerden am linken Fuß geplagt hatte. „Ich habe das mitgeschleppt und mitgeschleppt. Dann wollten wir Klarheit“, erzählt er.
Dabei war die Saison für den dienstältesten Eintracht-Spieler – er geht in seine sechste Spielzeit, seit er zur U 19 der Braunschweiger kam – gut gelaufen. 17 Einsätze hatte Washausen in der 2. Liga absolviert, davon 15 in Folge, von November 2011 bis April 2012. „Es war eigentlich ein gutes Jahr. Meine Leistungen waren zumeist solide, aber auch ausbaufähig“, sagt er rückblickend. Der Lohn, im April verlängerte Eintracht den Vertrag um zwei Jahre.
In Fulpmes kämpft er nun darum, wieder Anschluss an die Mannschaft zu finden. „Es war mein Wunsch, mit ins Trainingslager zu fahren. Wir haben hier mit Jürgen Rische, den Physios und den Trainingsbedingungen beste Voraussetzungen. Und für mich ist es gut, nah bei den anderen Jungs zu sein“, betont Washausen.
„Jan wird mittelfristig wieder einsteigen“, blickt Reha-Coach Rische zuversichtlich voraus. Er macht Tag für Tag Schritte nach vorn“, beschreibt der 41-Jährige.
Im Trainerteam von Torsten Lieberknecht ist der frühere Stürmer mit den Physiotherapeuten Caroline Schweibs und Thorsten Taenzer, dem neuen Mann im Team, für das Training mit den Rekonvaleszenten zuständig. Eine Position, die erst unter Cheftrainer Lieberknecht besetzt wurde. „Will man leistungsoptimiert arbeiten, schaffen das zwei Trainer nicht mehr. Wir sind jetzt vier und die Aufteilung ist wunderbar“, ist Rische überzeugt. Lieberknechts Assistent Darius Scholtysik und Torwarttrainer Alexander Kunze komplettieren das Quartett.
So ist gewährleistet, dass auch die Profis, die derzeit nur am Rande im Trainingslager mitmischen, beste Arbeitsbedingungen vorfinden. Gute Voraussetzungen für das Comeback.


