Vrancic-Fehler leitet 0:1-Niederlage der Eintracht ein
Bielefeld Eintracht Braunschweig hat sein erstes "richtiges" Testspiel in den Sand gesetzt: Die Blau-Gelben verloren Freitagabend mit 0:1 (0:0) beim Drittligisten Arminia Bielefeld.
Das Ergebnis, hatte Trainer Torsten Lieberknecht zuvor gesagt, sei ihm in den beiden Testspielen an diesem Wochenende zunächst einmal egal. Trotzdem dürfte sich der Eintracht-Coach über den Spielausgang am gestrigen Abend geärgert haben.
Und noch viel mehr über die Art und Weise, wie sich seine Schützlinge in Ostwestfalen über weite Strecken präsentierten. Keine Frage: Vier Wochen vor Saisonbeginn darf man noch keine Wunderdinge erwarten, etwas mehr Spielwitz wäre hingegen wohl nicht zu viel verlangt gewesen.
Dabei hatte Lieberknecht diese Woche im Training den Schwerpunkt auf den Spielaufbau und die Spieleröffnung gelegt. Umgesetzt bekamen seine Schützlinge davon gestern jedoch nur wenig. Ganz im Gegenteil: Die Offensivbemühungen der Blau-Gelben waren über weite Strecken kreativitätsbefreit, auch wenn der Fußball-Lehrer das so anschließend nicht formulieren wollte. Stattdessen hob er das Positive hervor: „Ich habe viele gute Dinge gesehen.“
Dazu zählte unter anderem die dicke Chance von Orhan Ademi. „Ein Sensationsspielzug“, lobte der Eintracht-Coach das Zuspiel von Kapitän Kruppke auf den Neuzugang. Dem jedoch die Krönung in Form eines Torerfolgs versagt blieb, weil Ademi völlig freistehend an Arminia-Schlussmann Stefan Ortega Moreno scheiterte (16.). Die zweite – und zugleich letzte – nennenswerte Braunschweiger Chance ging auf das Konto von Mirko Boland, dessen 20-Meter-Schuss Ortega Moreno mit etwas Mühe an den Pfosten lenkte (42.).
In der Halbzeitpause wechselte Lieberknecht komplett durch, so dass beim Wiederanpfiff eine völlig neue Formation auf dem Feld stand. Wer von den 100 mitgereisten Eintracht-Fans nun mehr Spielwitz erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht; den Blau-Gelben gelang es nach wie vor nicht, die Arminia-Abwehr in Verlegenheit zu bringen.
Die Partie wäre wohl leistungsgerecht 0:0 ausgegangen, wäre Damir Vrancic eine Viertelstunde vor dem Ende nicht ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Der bosnische Nationalspieler verlor den Ball im Mittelfeld an Johannes Rahn, der diesen gedankenschnell auf Fabian Klos weiterleitete. Dieser wiederum ließ Eintracht-Schlussmann Daniel Davari mit einem satten Rechtsschuss keine Chance.
Eintracht, 1. Halbzeit: Petkovic - Kessel, Turan, Dogan, Theuerkauf - Boland, Pfitzner, Kruppke - Kumbela, Ademi, R. Korte
2. Halbzeit: Davari - Bohl, Bicakcic, Correia, Reichel - Vrancic, Kratz, G. Korte - Erwig-Drüppel, Merkel, Edwini-Bonsu
Tor: 1:0 Fabian Klos (76.)
Zuschauer: 1470
•Eintracht - Bor. M’gladbach/U23,
heute, 15.30 Uhr, in Gebhardshagen

