„Vier bis fünf neue Spieler sollen die Qualität heben“
Braunschweig Eintracht Braunschweig hat für das zweite Jahr in der 2. Fußball-Bundesliga ein großes Ziel – der Verein will sich etablieren.
. Sechs Spielrunden stehen noch aus, ein Zähler fehlt noch, dann hat Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig die als Saisonziel gesetzte 40-Punkte-Grenze geknackt. Die Voraussetzungen, weiterhin in der Liga zu spielen, hatte sich der Aufsteiger schon vor einigen Wochen geschaffen. Der sportliche Leiter Marc Arnold ist seither mit den Planungen für die Spielzeit 2012/13 befasst.
Am Ende der Saison sollten 40 Punkte plus X auf dem Konto stehen. Wie fällt ihr Fazit nach 28. Spieltagen aus?
Es war bisher schon eine außergewöhnliche Saison. Wir haben als Aufsteiger bis zu diesem Zeitpunkt nie unterhalb des achten Tabellenplatzes gestanden.
Was ist der entscheidende Faktor für das zweite Jahr nach dem Aufstieg?
Wir wollen den nächsten Schritt machen, der da hieße, sich in der Liga zu etablieren. Ziel ist es, unsere Mannschaft weiter zu entwickeln und zu versuchen, die Spieler, die hier sind, noch besser zu machen.
Wie wird sich die Mannschaft zur nächsten Saison verändern? Welche Transfers planen Sie?
Nach dem Aufstieg haben wir Spieler aus vier Ligen verpflichtet, drei aus der Oberliga, einen aus der Regionalliga, einen aus der dritten und einen aus der zweiten Liga. Alle haben überwiegend unsere Erwartungen erfüllt. Marcel Correia beispielsweise war ein absoluter Glücksgriff. In der Winterpause haben wir aufgrund der schweren Verletzungen von Correia und Henn die zwingende Notwendigkeit gesehen, einen Innenverteidiger zu verpflichten. Mit Ermin Bicakcic haben wir uns dann schnell geeinigt – und wie man gesehen hat verstärkt.
Helfen bei den Verhandlungen mit anderen Klubs Ihre Kontakte als ehemaliger Profi?
Bei Bicakcic hat es sicher nicht geschadet, dass ich mit VfB-Manager Fredi Bobic in der A-Jugend zusammengespielt habe. Kontakte sind schon förderlich.
Nochmals zur Frage, welche Transfers planen Sie?
Vier bis fünf neue Spieler für alle Mannschaftsteile, wobei wir vor allem für den Offensivbereich Ausschau halten. Neuzugänge sollen die Qualität der Mannschaft weiter verbessern und den Konkurrenzkampf auf hohem Niveau halten. Wenn wir jemanden holen, dann soll er uns schon weiter bringen. Dabei sprechen wir nicht von sogenannten fertigen Spielern, sondern von Spielern mit Entwicklungspotenzial.
Reicht das aus, um den von Ihnen angestrebten nächsten Schritt zu machen?
Ich bin der Meinung, dass viele Klubs in der Vergangenheit zu große Umbrüche vollziehen wollten. Wir setzen auf eine eingespielte Mannschaft, eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Das war die absolute Grundlage des Erfolgs der vergangenen zwei Jahre, und es wird die logische Grundlage für die kommende Saison sein. Dazu zählt auch, dass alle unsere Trainer bis Sommer 2013 unter Vertrag stehen.
Was müssen neue Eintracht-Spieler mitbringen?
Sie müssen zuerst einmal die sportlichen Anforderungen erfüllen. Ganz wichtig ist auch, dass neue Spieler charakterlich zur gewachsenen Mannschaft passen. Aber unsere Mannschaft macht es Neuen leicht, nimmt sie offen auf. Das Team zeigt sich einwandfrei. Es muss sich sportlich an jedem Spieltag beweisen und auch als Sympathieträger und Aushängeschild der Stadt. Ich habe noch nicht gesehen, dass einer unserer Spieler ein Kind stehengelassen hat, das ein Autogramm wollte.
Wie hat sich nach dem Aufstieg die Zusammenarbeit in der Kapitalgesellschaft und mit dem Verein verändert?
Auch hier gilt, wie bei der Mannschaft, dass in den vergangenen Jahren etwas gewachsen ist. Auch hier setzen wir auf Kontinuität. Alle haben deutlich mehr zu tun als früher, dennoch macht die Arbeit Spaß und ist tagtäglich von hoher Intensität geprägt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung läuft sehr gut. Jeder wirkt in seinem Aufgabenfeld. Der Austausch erfolgt auf hohem Niveau.
