Trainer Wolf gibt sich kämpferisch
Braunschweig Hansa Rostock., im Mai zusammen mit Eintracht Braunschweig in die zweite Fußball-Bundesliga aufgestiegen, kämpft nur noch um den Klassenerhalt.
Während sich Eintracht nach einer hervorragenden Hinserie im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt hat, beträgt der Rückstand der Rostocker auf Relegationsplatz 16 bereits vier Punkte. Trainer Wolfgang Wolf, er löste Anfang Dezember den glücklosen Peter Vollmann ab, sieht seine Mannschaft trotz des Rückstands auf einem guten Weg.
„Die Truppe trainiert hervorragend, geht mit Leidenschaft und Herzblut zur Sache“, schilderte der 54-Jährige, der von 1998 bis 2003 den VfL Wolfsburg in der Bundesliga trainierte. „Es sind noch elf Spieltage“, fügte Wolf hinzu. Das erste davon am Sonntag in Braunschweig. Fünf Zähler holte der neue Coach in sechs Spielen mit Hansa.
Die Hoffnungen der Rostocker nähren vor allem die Neuzugänge der Winterpause. Der Slowake Marek Janecka, der die Abwehr stabilisieren soll, der erst 19 Jahre alte Mittelfeldspieler Edisson Jordanov aus dem eigenen Nachwuchs und Angreifer Freddy Borg. Der schwedische Stürmer bewies bei seinen bisher vier Zweitligaeinsätzen mit drei Toren und zwei Vorlagen seine Klasse. Nach der Verpflichtung Borgs blieb Marcel Schied, in der Saison 2008/09 bei Eintracht unter Vertrag, nur noch die Rolle des Ergänzungsstürmers. 14 Minuten kam der 28-Jährige zuletzt beim 1:2 gegen Ingolstadt zum Einsatz, stand erstmals überhaupt nach der Winterpause wieder auf dem Platz.
Der bekannteste Hansa-Profi dürfte allerdings Marek Mintal sein. Der Slowake kam nach dem Aufstieg nach Rostock, fiel dann aber wegen Adduktorenbeschwerden gut drei Monate aus. In seinen folgenden elf Einsätzen traf der Bundesliga-Torschützenkönig von 2005 immerhin viermal.
Trotz Mintal und Borg ist die Offensive bisher das Problemfeld der Rostocker. Gerade einmal 19 Tore erzielten sie in den bisher 23 Zweitligapartien. Nur Aue (18 Treffer in 22 Begegnungen) traf seltener. Vor allem auswärts glückte Hansa bisher wenig, vier Unentschieden stehen sieben Niederlagen gegenüber bei einem Torverhältnis von 4:18. Auf das Spiel im Eintracht-Stadion bereitet Wolf seine Mannschaft an alter Wirkungsstätte vor. Hansa wird am Sonnabend in Wolfsburg Quartier beziehen, dort an der Arena das Abschlusstraining absolvieren und tags darauf nach Braunschweig starten.
•Eintracht Braunschweig – Hansa Rostock, Sonntag 13.30 Uhr

