Trainer Lieberknecht: Wir müssen noch flexibler spielen
Braunschweig Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig ist gleich mit Vollgas ins Trainingslager gestartet. Zwei Übungseinheiten standen auf dem Programm.
Knackig, knackig. Trainer Torsten Lieberknecht ließ die Profis von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig gleich am ersten Tag des Trainingsaufenthalts in Fulpmes kräftig schwitzen.
Nach ausgiebiger Aufwärmung, das der Cheftrainer selbst leitete und dabei alle Übungen vor- und mitmachte, und Balltraining stand schnelles Umkehrspiel in Überzahl auf dem Programm. „Die Vorgabe war, mit höchstem Tempo zum Abschluss zu kommen. Das war schon sehr wettkampfbezogen“, beschrieb Lieberknecht. Und das setzten seine Spieler in der Offensive und der Defensive phasenweise sehr gut um.
„Dieses Spiel war in den zurückliegenden zwei Saisons ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Spiels. Das werden wir beibehalten“, versicherte der Trainer. Aber es müssen neue Komponenten hinzukommen.
Lieberknecht wünscht sich künftig noch flexibleres, vom Gegner nicht auszurechnendes Handeln. „Wir müssen Lösungen für das Kombinationsspiel finden, gegen sehr tiefstehende Gegner. Denn es wird immer weniger Chancen geben.“
Geübt habe sein Team das bereits am Ende der vergangenen Zweitligasaison gegen Duisburg, Bochum und Ingolstadt. Das müsse aber weiter automatisiert und verfestigt werden. „Die Gegner wussten nicht mit unserer Spieleröffnung umzugehen“, betont er. Ihm schwebe ein Wechsel der Systeme vor, von 4-4-2 auf 4-2-3-1 oder 4-1-4-1. Situationsbezogen innerhalb eines Spiels. Der Trend ist, mehrere Grundordnungen umzusetzen. Dazu kommen die Testspiele im Trainingslager gegen Panathinaikos Athen am Mittwoch und gegen FK Krasnogar am Sonntag sehr gelegen. „Zwei Top-Gegner, die uns hochkarätige Tests bringen“, beurteilt Lieberknecht die Kontrahenten aus den ersten Ligen Griechenlands und Russlands.
Die Grundlagenausdauer der Eintracht-Profis sei bereits vor der Abfahrt nach Fulpmes ins Stubaital gut gewesen, berichtet Torsten Lieberknecht. Das hätten die Ergebnisse des Laktattests ergeben. „Die Werte waren sehr gut, besser als zum gleichen Zeitpunkt der Vorbereitung im vergangenen Jahr. Vor allem die jungen Spieler haben sich erheblich verbessert“, berichtet der Eintracht-Trainer. Auch deshalb kann er im Trainingslager die Schwerpunkte auf die spielerischen Elemente konzentrieren. Bei allem Offensivdenken sieht sich Torsten Lieberknecht im Rückblick bestätigt: „Eine starke Defensive wird der Garant sein, um über eine ganze Saison erfolgreich zu spielen.“

