Studie zeigt: Eintracht-Fans sind sehr zufrieden
Braunschweig Eintracht Braunschweigs Verantwortliche freuen sich: Das Ergebnis einer Befragung zur Fan-Zufriedenheit brachte eine Top-Bewertung.
Im Vergleich mit den 18 Erstligisten der Saison 2011/12 belegte Fußball-Zweitligist Eintracht in der Gesamtbeurteilung Rang vier, hinter dem mehrfachen „Zufriedenheitsmeister“ Borussia Dortmund, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach. Hannover 96 kam in dieser Rangfolge auf Platz acht, der VfL Wolfsburg wurde neun Plätze hinter Eintracht eingeordnet. Schlusslicht war der 1. FC Köln, der nach der Saison aus der ersten Liga abstieg.
Das Ergebnis für Braunschweig kam zustande durch die Befragung von 343 Zuschauern nach dem Zufallsprinzip im Eintracht-Stadion am 6. Oktober 2012 beim Heimspiel gegen den VfL Bochum. Der Wissenschaftler Dr. Alfons Madeja, unter anderem Professor für Betriebswirtschaft und Sportmanagement an der Universität Heilbronn und Sachverständiger für den Deutschen Bundestag, ermittelt in Umfragen durch sein Marktforschungsunternehmen SLC Management die Zufriedenheit der Bundesliga-Fans mit ihren Klubs. „Wir fragen direkt den, für den die Bundesliga veranstaltet wird – den Zuschauer“, wird Madeja von der „Sport Bild“ zitiert.
„Für uns ist das Ergebnis sensationell“, freute sich Wolfram Benz, Eintrachts Marketingleiter.
In 8 Kategorien mit insgesamt 21 Kriterien wurde die Befragung aufgesplittet.
In der Kategorie Ticketing bekam Eintracht sogar die Bestnote. „Im Bereich Ticketing überzeugt Eintracht sowohl hinsichtlich der Preise, als auch im Bereich Ticketingorganisation“, urteilen die Marktforscher.
Auf Rang eins steht Eintracht zudem beim Merchandising, noch vor Schalke 04 und Bayern München.
Der Verein Eintracht wird hinter Borussia Dortmund auf dem zweiten Rang gelistet. „Die sehr gute Note spiegelt die Arbeit der Verantwortlichen in den letzten Jahren wider. Dabei konnte in allen Unterkategorien – das waren Management, Mannschaft, Fans, Konzept – eine Top-3-Position erreicht werden“, schreiben die Tester in ihrem Bericht.
Das Image Eintrachts wird ebenfalls als sehr gut bewertet. Nur Dortmund, Bayern München und Mönchengladbach kamen auf bessere Werte. „Die Zuschauer empfinden den gesamten Verein nicht nur vom Namen her als Eintracht und sie sind stolz, wieder positiv wahrgenommen zu werden“, schreiben die Marktforscher.
Nur Mittelmaß (10. Platz) ist Eintracht bei der Verkehrsinfrastruktur. Es bestehe vor allem hinsichtlich der Parkplatzsituation Handlungsbedarf, ist die Meinung der Fans.
Die schlechteste Bewertung bekommt Eintracht für die Stadioninfrastruktur (Rang 17). „Die schlechte Beurteilung resultiert insbesondere aus dem Bereich sanitäre Anlagen, wobei hier deutliche Unterschiede zwischen dem bereits umgebauten und dem noch nicht umgebauten Stadionteil zu erkennen sind“, so die Wissenschaftler.
„Wir sind uns bewusst, dass die guten Ergebnisse eng mit dem sportlichen Erfolg zusammenhängen. Aber das Resultat spiegelt auch die Arbeit wider, die täglich geleistet wird. Und man darf nicht vergessen, dass wir in der Verwaltung erheblich mehr Mitarbeiter eingestellt haben“, sagt Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.
„Es zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Aber wir werden jetzt nicht aufhören. Es handelt sich um eine Momentaufnahme, es geht weiter. Mit der Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes im kommenden Frühjahr wird ein weiterer Schritt vollzogen“, stellt Voigt fest.

