Steffen Bohl muss erneut Zwangspause einlegen
Braunschweig Rückschlag für Steffen Bohl. Der Fußball-Profi von Zweitligist Eintracht Braunschweig hat sich im Test gegen Jena eine Innenbandruptur zugezogen.
Das ergab eine Magnetresonanztomographie (MRT) am gestrigen Montag. Trainer Torsten Lieberknecht bekam die Diagnose nach Augsburg übermittelt. Dort nimmt der 38-Jährige noch bis Mittwoch an einem dreitägigen internationalen Trainerkongress teil.
„Wichtig ist, dass im Knie nichts durchgerissen ist. Ich muss jetzt abwarten, wie das Schmerzempfinden ist“, sagte Bohl gestern Nachmittag nach der Untersuchung im Krankenhaus.
An die Szene, die zur Verletzung führte, kann er sich noch ganz genau erinnern. „Ich wollte im Mittelfeld einen schnellen Pass auf Domi Kumbela spielen. Dass mein Gegenspieler in einem Testspiel so hart reingeht, hätte ich nicht gedacht. Ich habe dann nochmal versucht, weiter zu machen, aber es ging nicht“, schildert Bohl. Nicht einmal zehn Minuten waren da gegen Jena gespielt.
Drei Wochen, so die grobe Schätzung, könnte er ausfallen. Das ist umso bitterer für den früheren Kaiserslauterer, Aalener und Wehener Spieler, weil er sich gerade erst wieder in den Kader gekämpft hatte. Nach einem Kreuzbandriss im linken Knie Ende November 2011 im Spiel gegen den VfL Bochum hatte Steffen Bohl eisern im Reha- und Aufbautraining geschuftet und war pünktlich zum Trainingsauftakt ins Eintracht-Aufgebot zurückgekehrt. Dafür hatte er seinen Urlaub sausen lassen und war früher als die Mitspieler in das Übungsprogramm eingestiegen.
„Ich habe hart gearbeitet, um in Form zu kommen. Eine Woche vor dem Start erneut von einer Verletzung zurückgeworfen zu werden, ist schon sehr bitter. Da ist die Enttäuschung schon da“, gibt Bohl zu. „Ich hatte das Gefühl gut drauf zu sein. Und ich wollte im Heimspiel gegen Köln – vor eigenem Publikum, im ausverkauften Stadion – im Kader dabei sein“, schildert er. Positiv sei, dass seine Muskulatur durch das Rehatraining sehr gut aufgebaut gewesen sei.
Nun wird er am Sonntag auf der Tribüne sitzen und dort seinen Mitspielern die Daumen drücken gegen den Bundesliga-Absteiger. Und wieder einmal heißt es für Steffen Bohl: Er muss sich im Aufbautraining zurück kämpfen. Ziel könnte sein, am 4. September (18.30 Uhr) im gestern vereinbarten Testspiel gegen eine Regionalauswahl in Ehra-Lessien wieder aufzulaufen.


