Steffen Bohl ist froh, wieder dabei zu sein
Fulpmes Im Novemer 2011 sich der Rechtsverteidiger im Zweitligaspiel gegen Bochum. Die niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss. Jetzt ist Bohl zurück.
Beobachtet man in diesen Tagen im Eintracht-Trainingslager in Fulpmes Steffen Bohl, so entsteht der Eindruck eines ausgeglichenen, zufriedenen Fußball-Profis.
„Ich bin einfach nur froh, wieder dabei zu sein“, sagt der 28-Jährige, der im Januar 2011 vom SV Wehen/Wiesbaden nach Braunschweig gekommen war. Trainer Torsten Lieberknecht spricht bei der Erwähnung von Steffen Bohls Namen zuweilen von einem Neuzugang. Nach sechs Einsätzen – vier in der Startformation – zog sich Bohl am 27. November des vergangenen Jahres in der Partei gegen den VfL Bochum einen Kreuzbandriss zu. „Da musste ich mich für die Saison verabschieden“, stellt er fest.
Es folgte die Knieoperation und eine lange Pause mit Krankengymnastik, Reha und Aufbautraining. Eine harte Zeit für den früheren Kaiserslauterer, der aber nie aufgab. „Es gibt Schlimmeres“, stellt Bohl fest. Das hatte er selbst gesehen und erlebt. Als Schüler hatte er sich in der Lebenshilfe mit Jobs etwas Geld verdient, später nach dem Fachabitur seine Zivildienst dort geleistet.
„Meine Reha nach dem Kreuzbandriss ist optimal gelaufen“, sagt er rückblickend. Nach nur zehn Tagen Urlaub stieg Bohl bereits am 4. Juli zusammen mit dem ebenfalls zuvor lange verletzten Benjamin Kessel bei Reha-Coach Jürgen Rische ins Training ein. „So hatten wir zum offiziellen Start einen guten Stand“, beschreibt er.
Diese positive Entwicklung setzte sich im Trainingslager in Österreich fort. „Ich habe alle Übungen vom Anfang bis zum Ende mitgemacht“, schildert der erfahrene Profi, der unter anderem von 2005 bis 2008 für Kaiserslautern 50 Zweitligaspiele (neun Tore) absolvierte und am 3. Dezember 2006 beim Kaiserslauterer 1:0-Erfolg in Braunschweig Gegenspieler von Torsten Lieberknecht war. Für Bohl folgten Stationen in Aalen und Wehen, ehe er nach Braunschweig kam. „Ein guter Schritt“, sagt er rückblickend, auch wenn die ersten eineinhalb Jahre nicht immer einfach waren. „Ich will helfen, dass die Mannschaft Erfolg hat und möglichst viele Spiele bestreiten“, betont Steffen Bohl. Dass er bei der großen Konkurrenz im Kader auch mal auf der Bank sitzen könne, hat er akzeptiert. „Das gehört dazu“, sagt der Pfälzer.

