Spitzenreiter Braunschweig spielt Remis in Aue
Braunschweig Eintracht Braunschweig hat mit Glück seine Erfolgsserie ausgebaut und bleibt auch nach dem 13. Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga unbezwungen.
Allerdings benötigte der Tabellenführer am Freitagabend beim 1:1 (0:1) beim FC Erzgebirge Aue erstmals in dieser Saison eine gehörige Portion Fortune, um einen Punkt aus dem Erzgebirgestadion zu entführen.
Dennis Kruppke (40.) hatte Eintracht in Führung gebracht, Oliver Schröder (69.) vor 7600 Zuschauern den verdienten Ausgleich erzielt.
Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht musste auf Deniz Dogan verzichten, der trotz aller Bemühungen der medizinischen Abteilung nicht im Kader stehen konnte. Für den an Adduktorenbeschwerden laborierenden Innenverteidiger rückte Benjamin Kessel in die Startelf, die bis auf diese eine Position identisch war mit der vom 2:1 gegen Sandhausen.
Und die Partie begann genau so, wie Lieberknecht es erwartet hatte. Aue spielte aggressiv, zwang Eintracht in die Zweikämpfe und drängte auf einen Treffer. Nach sechs Minuten die erste Schrecksekunde für Eintracht: Halil Savran zog aus 18 Metern Torentfernung ab und Gästeschlussmann Daniel Davari lenkte den Ball noch an den Pfosten. Aue agierte erwartet mit vielen langen, hoch nach vorn geschlagenen Bällen und versuchte, die körperliche Überlegenheit zu nutzen. Die zweite Schrecksekunde für Braunschweig folgte nach 21 Minuten, als ein Weitschuss von Jan Hochscheidt gegen die Torlatte klatschte.
Die Gäste stemmten sich gegen die aggressiven, in einigen Situationen sehr harten Kontrahenten. Nach 25 Minuten liefen Ermin Bicakcic und Benjamin Kessel mit Kopfverbänden über den Platz. Kessel hatte einen Schlag an die obere Zahnreihe bekommen, blutete stark.
Im Stile einer Spitzenmannschaft ging Eintracht dann in Führung. Damir Vrancic bediente Kruppke und der erzielte seinen siebten Saisontreffer. FC-Trainer Karsten Baumann sprach von „brutal gefährlichen Braunschweigern“.
„Das 1:1 war am Ende mehr als verdient für Aue“, stellte Lieberknecht fest. Vor dem Ausgleichstreffer durch Schröder hatte seine Mannschaft den Ball gleich mehrfach nicht konsequent klären können. Eintrachts Chancen ließen sich hingegen an den Fingern einer Hand abzählen. Die beste hatte noch Kruppke, dessen Schuss nach knapp einer Stunde wenige Zentimeter am FC-Tor vorbeischrammte.
„Wir müssen das heute einfach abhaken“, sagte Lieberknecht. „Wir haben insgesamt keine gute Kontrolle im Spiel gehabt.“
Vor allem nach dem 1:1 drängten die Gastgeber angetrieben vom Heimpublikum nochmals heftig. Eintracht agierte zudem bei Kontern zu ungenau, leistete sich einige leichte Abspielfehler. Vor allem bei Standardsituationen geriet Eintracht in Gefahr, auf die Verliererstraße zu kommen. „Ich denke, wir können mit dem Auswärtspunkt heute gut leben“, sagte Vrancic.


