Schmidt: Eintracht wird im oberen Tabellendrittel landen
Braunschweig Paderborns neuer Trainer im Interview vor dem Zweitliga-Gipfeltreffen am Freitag um 18 Uhr - „Braunschweig spielt reif und abgeklärt“
Er trat seinen Posten gerade mal drei Wochen vor Saisonbeginn an. Stephan Schmidt – bis dahin fast drei Jahre Trainer der U 19 beim VfL Wolfsburg, mit der er 2011 deutscher Meister wurde – hatte nur wenig Zeit beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn den personellen Umbruch zu meistern.
1:3 im Pokal-Derby in Bielefeld – und das am 36. Geburtstag. Gab es denn trotzdem abends eine Party oder war Ihre Stimmung total verhagelt?
Beruf und Familie – das muss man trennen. Mein Geburtstag ist natürlich ein wenig in den Hintergrund gerückt durch die Niederlage. Aber die Pokal-Schlappe ist abgehakt. Unser Fokus liegt jetzt ganz allein auf der Partie bei der Eintracht.
Hat das Pokal-Aus Ihre so gut in die Meisterschaft gestartete Mannschaft verunsichert? Sehen Sie das Spiel als Rückschlag?
Nein. Der Pokal steht für sich. Die Niederlage war unnötig. Wir haben es versäumt, unsere vielen Chancen zu verwerten und zum richtigen Zeitpunkt nachzulegen. Die Balance zwischen Abwehr und Angriff war nicht optimal. Aber wie gesagt: Das Spiel ist abgehakt. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Meisterschaft und die geht Freitag weiter.
Wie schätzen Sie die Eintracht ein?
Ich habe die Partie gegen Köln und bei Union Berlin selbst gesehen. Man hat den Eindruck, die Saison hat für Braunschweig nicht angefangen, sondern ist gleich weitergegangen. Die Mannschaft ist reif und abgeklärt und sehr, sehr homogen. Zudem spielt das Team von Torsten Lieberknecht taktisch sehr variabel, wechselt zuweilen die Grundordnung während der Partie und das ohne Leistungsunterschied. Ich erwarte die Braunschweiger am Ende der Saison im oberen Tabellendrittel.
Sie waren drei Jahre beim VfL Wolfsburg sehr erfolgreich für die U19 verantwortlich. Was haben Sie aus der Region nach Paderborn mitgenommen?
Dass sie sportverrückt ist. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Spiele der Eintracht gesehen, sie hat auch in Wolfsburg viele Anhänger. Als Traditionsklub strahlt Eintracht in die ganze Region aus.



