Reinhardt hat seine Chance genutzt
Braunschweig Mittelfeldspieler hat sich nach der Winterpause in Eintrachts Startelf festgespielt. Sein Trainer wartet allerdings noch auf den „Hallo-Effekt“.
Gerade einmal sechs Einwechslungen mit 149 Minuten Spielzeit standen für Julius Reinhardt bis zur Winterpause zu Buche. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler vom Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig schien einen Stammplatz nur auf der Auswechselbank zu besitzen.
„Es ist im Fußball immer so, dass es mal besser und mal schlechter läuft. Ich habe immer im Training versucht, das umzusetzen, was gefordert war. Ich habe mich voll reingehauen und versucht, mich im Trainingslager in Spanien so gut wie möglich zu präsentieren“, sagt Reinhardt. Mit Erfolg. Im ersten Spiel nach der Winterpause bei Eintracht Frankfurt stand der frühere Chemnitzer in der Startelf. Und auch in der Folge gehörte er gegen Karlsruhe, Aue und jüngst in St. Pauli zu denen, die von Beginn an aufliefen.
„Jeder hat bei uns die Chance, sich zu zeigen und anzubieten und ich habe vor, dem dann auch nachzukommen. Julius hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt und seine Chance genutzt. Er ist auf einem guten Weg, sich zu etablieren“, lobt Trainer Torsten Lieberknecht den vielseitig einsetzbaren 1,82-Meter-Mann, der sich gut vorstellen kann, seinen im Sommer endenden Zwei-Jahres-Vertrag mit Eintracht zu verlängern.
Und er ist fest entschlossen, um seinen Platz zu kämpfen. „Es ist doch klar, dass jeder der einen Stammplatz hat, den nicht wieder hergeben will“, beschreibt Reinhardt, der in der Aufstiegssaison 16 Partien in Liga drei absolvierte und zwei Tore erzielte. „Dieser Hallo-Effekt fehlt noch. Das ist ein Tor. Aber er hat in jedem Spiel gefährliche Offensivaktionen gehabt“, sagt Lieberknecht. Denn das sei neben Reinhardts Flexibilität und seiner großen Disziplin eine der Tugenden gewesen, die schon bei den Beobachtungen vor der Verpflichtung aufgefallen seien.
Nach dem trainingsfreien Dienstag beginnt heute für die Eintracht-Spieler die Vorbereitung auf das Sonntagspiel gegen Hansa Rostock. Und Julius Reinhart? „Ich werde mich im Training anbieten und hoffe, dass der Trainer mich aufstellt“, sagt der und: „Die Mannschaft steht im Vordergrund.“ Worte, die auch Torsten Lieberknecht gern hört.



