Pfitzners Treffer beschert Eintracht Traumstart
Berlin Was für ein Start. Eintracht Braunschweig gewinnt gegen Union Berlin mit 1:0 (1:0) auch das zweite Saisonspiel in der zweiten Fußball-Bundesliga und rangiert an der Tabellenspitze.
Beim 1. FC Union Berlin kam die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht am Sonntag zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg, nachdem schon zum Auftakt der 1. FC Köln ebenfalls mit 1:0 bezwungen worden war. Marc Pfitzner (39. Minute) sorgte vor 16.750 Zuschauern mit seinem verwandelten Handelfmeter für das Tor des Tages im Stadion An der Alten Försterei. Der Mittelfeldmann stand in Berlin an- stelle von Damir Vrancic in der Startformation.
„Wir haben mit sehr viel Leidenschaft gespielt und endlich einmal etwas bei Union mitgenommen“, freute sich Lieberknecht. In der vergangenen Saison hatte seine Elf gegen die Berliner zwei Niederlagen kassiert.
Der Eintracht-Trainer hatte seine Mannschaft in Berlin mit einem offensiven 4-1-3-2-System beginnen lassen, Dennis Kruppke neben Domi Kumbela in den Sturm beordert und Mirko Boland im zentralen Mittelfeld aufgeboten. „Wir wollten Union nicht ins Spiel kommen lassen und früh stören“, nannte Lieberknecht seine Gründe.
Und die taktische Marschroute ging weitgehend auf. Allerdings kam Union vor der Pause zu drei sehr guten Möglichkeiten, doch Torhüter Daniel Davari rettete zuerst gegen Silvio (24.) und vier Minuten später gegen den völlig freistehenden Simon Terodde. Bei Patrick Zoundis Heber auf das Tornetz stand dem Eintracht-Schlussmann das Glück des Tüchtigen zur Seite. Es war die stärkste Phase der Gastgeber, die als Aufstiegsanwärter gehandelt werden. „Da müssen wir eine unserer Möglichkeiten nutzen“, haderte Trainer Uwe Neuhaus mit der Abschlussschwäche seiner Angreifer.
„Das Ergebnis ist enttäuschend für uns. Aber in der zweiten Hälfte war es auch richtig schwer für uns. Wir haben kein geeignetes Mittel gefunden gegen die Braunschweiger Defensive. Wir haben kein Durchschlagsvermögen gehabt“, stellte Neuhaus fest. Und die Gäste hätten gegen die anrennenden Berliner frühzeitig für die Entscheidung sorgen können. Doch Kruppke (57.), Kumbela (60./64.) scheiterten und dreimal klatschten die Schüsse von Kumbela (71./88.) und Vrancic in der Nachspielzeit an das Aluminium des Union-Tores.
Das Eintracht-Tor geriet lediglich noch einmal bei Torsten Mattuschkas Lattentreffer (78.) ernsthaft in Gefahr.
„Wir haben ein sehr intensives Spiel erlebt. Wir wussten, dass wir hier nur etwas mitnehmen, wenn wir als Mannschaft über uns hinauswachsen“, stellte Lieberknecht fest, der seiner Mannschaft eine „läuferisch hervorragende Leistung“ bescheinigte. „Ich bin froh, dass wir gegen zwei Top-Klubs mit zwei Siegen gestartet sind“, freute er sich.
Union: Daniel Haas - Pfertzel, Puncec (83. Stuff), Schönheim, Michael Parensen - Karl - Zoundi, Jopek - Belaid (57. Mattuschka) - Terodde, Silvio (57. Nemec). - Trainer: Neuhaus
Braunschweig: Davari - Correia, Bicakcic, Dogan, Reichel - Theuerkauf - Kratz, Pfitzner (65. Vrancic) - Kruppke (75. Ademi), Boland - Kumbela (90.+1 Edwini-Bonsu). - Trainer: Lieberknecht
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore: 0:1 Pfitzner (40., Handelfmeter)
Zuschauer: 16.750 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Pfertzel (2) - Pfitzner, Kumbela
