Petkovic hütet gegen Lübeck das Tor
Braunschweig Der Regionalligist VfB soll für Zweitligist Eintracht Braunschweig nicht zum Stolperstein im DFB-Pokal werden.
Torsten Lieberknecht deckt seine Karten, sprich personellen Entscheidungen, nur ungern schon einen Tag vor einem Pflichtspiel auf. Vor dem DFB-Pokalspiel beim VfB Lübeck machte der Trainer von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig eine Ausnahme.
„Marjan Petkovic wird im Tor stehen. Das ist so besprochen“, gab Lieberknecht am Donnerstagnachmittag preis. Dafür muss Daniel Davari, der bei den Siegen gegen Köln und Union Berlin in der Liga auflief, auf die Bank.
Weitere Details bezüglich der Mannschaftsaufstellung ließ sich der Eintracht-Trainer nicht entlocken. Schließlich stand am Abend und am Spieltag noch Training auf dem Sportplatz Buniamshof in Lübeck auf dem Plan. „Was ich weiß, ist, dass wir eine Mannschaft auf den Platz schicken, bei der wir davon ausgehen, dass wir im Pokal weiter kommen“, stellte der 39-Jährige fest. „Wir haben Respekt vor Lübeck“, betont Lieberknecht. Auch deshalb ließ er den VfB zweimal von Chefscout Dirk Fischer beobachten. Allerdings weiß der Eintracht-Trainer auch, dass die Rollen klar verteilt sind. „Wir sind Favorit und wollen mit aller Macht in die zweite Runde.“
„Ich bin kein Träumer, ich bin Realist. Ich versuche, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Ich will meinen Weg mit dem VfB gehen“, sagt Ramazan Yildirim, seit Dezember 2011 Trainer der Lübecker. Der frühere Profi, unter anderem von August 2007 bis Juni 2009 bei Eintracht Braunschweig, sieht schon das erreichen der Pokal-Hauptrunde als Erfolg für den Viertligisten. „Wir wollten unbedingt dabei sein. Das haben wir mit großer Leidenschaft erreicht. Das ist ein Highlight und wichtig für den Verein, die Mannschaft und unsere Fans. Mit unseren Fans wollen wir das Spiel gegen Eintracht genießen“, sagt Yildirim, der die Doppelbelastung als Trainer und Absolvent der Fußballlehrer-Ausbildung verkraften muss.
Über die Leistungsstärke der Eintracht hat sich der der 36-Jährige informiert. In der Vorbereitung habe er die Testspiele gegen Mönchengladbach II und Bielefeld selbst verfolgt oder beobachteten lassen, die jüngsten Punktspiele ebenfalls.
Dass seine Mannschaft in der Regionalliga Nord nach zwei Niederlagen gegen Neumünster (0:1) und Cloppenburg (0:2) Tabellenvorletzter ist, soll keine Auswirkungen auf den Pokal-Hit gegen Eintracht haben. „Wir sind nicht so gestartet, wie ich es mir gewünscht hatte. Aber wir freuen uns jetzt auf den anderen Wettbewerb“, sagt Ramazan Yildirim, um dann als erfahrener Ex-Profi (68 Zweitliga-, 10 Drittliga- und 132 Regionalligaeinsätze) hinzuzufügen: „Pokalspiele sind immer reizvoll.“
•Lübeck – Eintracht, Freitag, 19 Uhr, Stadion an der Lohmühle
