Orhan Ademi ist seit der Jugend für Tore zuständig
Fulpmes Die zweite Fußball-Bundesliga war schon immer das Ziel des Eintracht- Neuzugangs aus der Schweiz.
Ein Schweizer mit mazedonischen Wurzeln, wechselt von der zweiten Liga Österreichs in die zweite Bundesliga nach Deutschland: der Name Orhan Ademi.
Der 20 Jahre alte Fußball-Profi lacht bei dieser Länderreise. „Ich bin in St.Gallen geboren, und meine Eltern kommen aus Kumanovo in Mazedonien. Ich habe als Jugendlicher bei AU Berneck mit dem Fußball begonnen und bin dann zum SC Rheindorf Altach in Österreich gewechselt“, schildert Orhan Ademi. Im Mai schließlich unterschrieb er einen Vertrag beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Für drei Jahre.
Während der Schritt von Berneck nach Altach ein kleiner war, die Orte liegen nicht einmal zehn Kilometer voneinander entfernt im schweizerisch/österreichischen Grenzgebiet, ist der Sprung nach Braunschweig ein riesengroßer. Zumindest geografisch. „Ich hatte immer das Ziel, in Deutschland zu spielen“, schildert der Stürmer, die Entscheidung in den Profi-Fußball zu gehen, war bereits in seiner Schulzeit gefallen. „Für mich ist das ganz klar eine Chance. Ich will mich in der zweiten Bundesliga durchsetzen.“
Schon seit längerem hatte Eintracht den jungen Angreifer im Blick. Gleich in seiner ersten Saison im Profi-Fußball hatte Ademi für Altach als 18-Jähriger bei 30 Einsätzen in der zweiten Liga fünf Tore geschossen, im darauffolgenden Jahr waren es 17 Treffer in 33 Begegnungen und zuletzt acht in 31 Spielen.
Eine Quote, die nicht nur Trainer Torsten Lieberknecht und Eintrachts sportlichen Leiter Marc Arnold hatten aufhorchen lassen. „Ich hatte auch andere Angebote aus Deutschland und Österreich“, erzählt Ademi.
Ausschlaggebend für den Wechsel in den für einen Schweizer „hohen Norden“ waren die Gespräche, die er mit Eintrachts Verantwortlichen führte. Zudem informierte er sich selbst ausführlich über den Traditionsverein.
„Das Konzept hat mich überzeugt. Ich habe mich fast von Anfang an dafür entschieden, diese Chance anzunehmen. Der Trainer setzt auf junge Spieler und er lässt in vielen taktischen Systemen spielen. Das bietet viele Möglichkeiten“, sagt Ademi. Den Konkurrenzkampf mit den Mitstreitern im Sturm fürchtet er nicht: „Konkurrenzkampf gibt es doch in jeder Mannschaft. Ich will mich bei Eintracht weiter entwickeln und versuchen, meine Chance zu nutzen. Ich werde dem Trainer die Aufstellung so schwer wie möglich machen.“
Dass er in Altach oft nur als Joker eingewechselt wurde und am Ende darauf festgelegt war, habe ihn geärgert, erzählt Ademi. „Ich habe auch bewiesen, dass ich von Anfang an spielen und Tore schießen kann. Auch wenn ich nicht so viele Minuten bekam, habe ich viele Tore geschossen.“ Im Trainingslager in Fulpmes fällt den Beobachtern vor allem das abgeklärte Abschlussverhalten des Stürmers vor dem Tor auf. „Ich war schon seit der Jugend immer für Tore zuständig“, sagt er lachend. Der junge Angreifer macht im Gespräch und auf dem Platz einen offenen Eindruck, lacht auch gerne einmal. „Ich will mich wohlfühlen. Es ist für jeden Spieler wichtig, dass das Umfeld passt. Da hat es mir die Mannschaft sehr leicht gemacht. Jetzt will ich mich so schnell wie möglich an das Tempo, die Härte und die Spielweise in der zweiten Liga gewöhnen. Und dann hoffe ich, dass wir sehr viel Spaß und Erfolg haben“, sagt Ademi, der Kino und Basketball als Hobbys nennt.
Und seine Ziele mit Eintracht? „Als Fußballer will sich jeder verbessern.“ Und dann diplomatisch: „Wir wollen nicht mit dem Abstieg zu tun haben.“



