Mit Dogan kam die Ruhe zurück – jetzt wartet Sanogo
Braunschweig Eintrachts Abwehrchef hat sich beim 3:0 gegen Ingolstadt fit zurückgemeldet und bot eine starke Leistung. Sonnabend geht es zu Energie Cottbus.
Wirklich eingreifen musste Deniz Dogan am Sonnabend gegen den FC Ingolstadt nur sieben Mal. Den Rest der Arbeit löste der 33-jährige Routinier des Zweitliga-Tabellenführers Eintracht Braunschweig mit seinem guten Stellungsspiel. Fünf seiner sieben Zweikämpfe entschied Dogan für sich – gut dass der Abwehrchef nur im Auswärtsspiel in Aue wegen Adduktorenproblemen passen musste und sich fit zurückgemeldet hat im Endspurt um die Herbst-Meisterschaft.
„Ich habe in der Vorbereitung aufs Ingolstadt-Spiel anders trainieren müssen als normal, habe nicht alles mitgemacht, dafür anderes eingeschoben. Es hat alles geklappt. Das war eine Punktlandung“, freute sich Dogan nach dem 3:0 (1:0)-Sieg gegen den Tabellenfünften. Trotzdem sei die Muskulatur zum Ende des Spiels hin ein wenig hart geworden.
Auslaufen, regenerieren und wieder angreifen – der Dreikampf des Fußballprofis ändert sich nicht. Für die Löwen steht eine ganz wichtige Woche auf dem Programm: drei Spiele in neun Tagen.
Sonnabend geht es zum Tabellenvierten Energie Cottbus, Mittwoch, 28. November (Partie ausverkauft) stellt sich der FC St. Pauli im Eintracht-Stadion vor, Sonntag, 2. Dezember, reisen die Löwen zum FSV Frankfurt.
Doch ein Schritt nach dem anderen. „Wir haben es zu Beginn oft mit langen Bällen versucht im Spielaufbau“, sagte Dogan nach dem Ingolstadt-Spiel, „das sah vielleicht etwas unkontrolliert aus, war aber geplant“, fügte er lächelnd an. Das wichtige Führungstor fiel aber nach einem Sprint Mirko Bolands durchs Mittelfeld und einem flachen Anspiel auf Domi Kumbela, der Ingolstadts Innenverteidiger Andre Mijatovic ein ums andere Mal schwindlig spielte.
Nach der Pause habe man ein wenig Glück gehabt, gab Dogan zu, habe man vielleicht zu tief gestanden. Aber das sei durch Ingolstadts Druck erzwungen gewesen. „Geplant war das nicht.“
Mit Dogan kam die Null zurück. Zum achten Mal in dieser Saison kassierte die Eintracht kein Gegentor. Nur sechs Mal insgesamt musste Torhüter Daniel Davari in einem Punktspiel den Ball aus dem Netz holen – das sind Werte für die Rekordlisten. Die sollen auch Sonnabend in Cottbus so bleiben. Der Unruheherd: Top-Stürmer Boubacar Sanogo, der schon acht Mal getroffen hat. Ein Fall für Deniz Dogan und Ermin Bicakcic.

