Mirko Boland streckt sich für die Startformation
Braunschweig Stammplätze gibt es nicht mehr beim Fußball-Zweitligisten Eintracht. Trainer Lieberknecht fordert in den beiden letzten Tests Leistungsnachweise.
Mirko Boland will immer spielen – möglichst von Anfang bis zum Schlusspfiff und möglichst in jedem Spiel. Im Januar 2009 wechselte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler vom Zweitligisten MSV Duisburg nach Braunschweig.
In der dritten Liga bestritt der Dauerläufer in der Folge 90 Punktspiele – fast immer von Beginn an –, fehlte bis zum Aufstieg in die zweite Liga nur in vier Begegnungen. Im vergangenen Zweitligajahr kam Boland zu 32 von 34 möglichen Einsätzen. Boland ist zweifellos seit dreieinhalb Jahren Stammspieler bei Trainer Torsten Lieberknecht.
Doch gerade der wird in der Vorbereitung auf die am 5. August beginnende Zweitligaspielzeit nicht müde, die Ausgeglichenheit und große Konkurrenz im Kader herauszustreichen. Der Kampf um die Startplätze ist in vollem Gange. „Die sogenannten Stammspieler müssen sich wie jedes Jahr neu beweisen. Dass gilt nicht nur für Mirko Boland. Auch Domi Kumbela oder Dennis Kruppke stehen immer in der Pflicht, ihre Leistungen abzurufen. Und bei den Stammspielern liegt die Messlatte höher. Die anderen haben sich durch ihre Leistungssteigerungen herangeschoben“, beschreibt Torsten Lieberknecht die Situation. Gedränge herrsche unter anderem auf der rechten Position in der Viererabwehrkette, wo Marcel Correia, Steffen Bohl, Benjamin Kessel und Oliver Petersch in Konkurrenz stehen.
Fehler seien immer möglich. „Aber keiner darf sich in der Summe viele Ausfälle leisten“, betont der Eintracht-Trainer.
In den beiden Abschlusstests heute Abend in Salzgitter gegen den FC Carl Zeiss Jena und am Sonnabend gegen FSV Zwickau im Braunschweiger Konrad-Koch-Stadion werden alle zur Verfügung stehenden 23 Akteure darauf brennen, sich zu beweisen. Lieberknecht hatte bereits angekündigt, seinen Spielern möglichst 90-Minuten-Einsätze in den Partien gegen die Regionalliga-Klubs aus der Nordost-Staffel zu geben. Während Jena nach dem Abstieg aus der 3. Liga mit Trainer Petrik Sander vor einem Neuaufbau steht und erst 16 Feldspieler und drei Torhüter im Aufgebot hat, geht Zwickau mit einem eingespielten Team an den Start. Sechs neue Spieler stehen im 26er-Kader von Trainer Torsten Ziegner, der die Mannschaft nach dem Aufstieg übernahm.
•Eintracht – Jena, heute 18.30 Uhr, Stadion am Salzgittersee
• Eintracht – Zwickau, Sa., 15.30 Uhr, Konrad-Koch-Stadion, Braunschweig

