Lieberknecht: „Wir können mit dem Unentschieden leben“
Aue Zum ersten Sieg der Rückrunde in der 2. Fußball-Bundesliga hat es für Eintracht Braunschweig am Montagabend aber wieder nicht gereicht.
Sie kämpfen, sie rackern, sie geben nie auf – trotzdem hat es gestern Abend im bibberkalten Aue noch nicht zum ersten Sieg der Rückrunde in der 2. Fußball-Bundesliga gereicht. Dennoch: Durch das 1:1 (1:1) bei Erzgebirge Aue sind die Löwen ihrem Saisonziel, der 40-Punkte-Marke und damit dem Klassenerhalt, wieder einen Schritt näher gekommen.
„Die Jungs sind leidenschaftlich dabei, wir erarbeiten uns noch das letzte Quäntchen, um endlich den ersten Dreier in der Rückrunde zu landen“, sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Vor allem in der Innenverteidigung habe sein Team Schwerstarbeit geleistet. „Wir können mit dem Punkt leben.“
In der ersten Halbzeit habe seiner Mannschaft die nötige Ruhe gefehlt, um die Aktionen sauber zu Ende zu spielen. „Das haben wir in der Pause angesprochen. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz, mehr Ruhe, da ist uns vieles besser gelungen.“
Aues Trainer Rico Schmitt brachte den Abend auf einen kurzen Nenner: „Das Unentschieden war leistungsgerecht. Wir brauchen jetzt Mut und keine Angst, um die fehlenden Punkte für den Klassenerhalt zu hamstern.“ Ob er im Amt bleibe, stehe nicht in seiner Macht.
„Wir wussten, dass es in Aue ein hartes Stück Arbeit wird, haben den Kampf gut angenommen“, bilanzierte Torhüter Daniel Davari nach der Partie, der seinen Trainingsunfall vom Donnerstag vollständig überwunden hat und eine starke Partie zeigte. Kurz vor Schluss hielt er mit einer reaktionsschnellen Parade gegen Tobias Kempe den wichtigen Auswärtspunkt fest. „Den nehmen wir natürlich gern mit“, sagte Davari. „Manchmal fehlt halt auch das Quäntchen Glück.“
Das sah auch Mittelfeld-Flitzer Mirko Boland so. „Wir haben Aue auf Distanz gehalten“, sagte er. „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen und haben einen frühen Rückstand kassiert.“ Nervös sei die Mannschaft aber nicht geworden. „In der zweiten Halbzeit waren wir dann überlegen.“
Wäre das eine oder andere Mal der letzte Pass genauer gespielt worden, sei vielleicht mehr drin gewesen. „So sind wir mit dem Punkt zufrieden und unserem Ziel, der 40-Punkte-Marke, wieder ein kleines Stück näher gekommen.“

