Lieberknecht will Union überraschen
Braunschweig Der Trainer von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig hat das Spiel der Berliner in Kaiserslautern analysiert und sieht Chancen für sein Team.
Abwehrarbeit stand in den vergangenen Tagen vermehrt auf dem Übungsprogramm der Profis von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig.„Wir werden gegen Union Berlin eine sehr, sehr gute Defensivleistung benötigen“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht, der sich als Beobachter beim 3:3 der Berliner in Kaiserslautern von den Offensivqualitäten des Sonntagsgegners ein Bild gemacht hatte. Auffällig waren dabei vor allem die Mittelfeldspieler Michael Parensen als Torschütze zum 1:0 und Tijani Belaid als Vorbereiter der ersten beiden Union-Treffer.
„Eine sehr erfahrene Mannschaft, die mit viel Ruhe gespielt hat und gespickt ist mit zweitligaerfahrenen Spielern“, beschrieb der Eintracht-Trainer seine Eindrücke, von der Mannschaft gegen die sich Eintracht zuletzt „durchaus schwer getan hat“, so Lieberknecht.
„Aber wir haben auch Dinge gesehen, die uns meinen lassen, etwas Zählbares mitnehmen zu können“, gab Eintrachts Trainer zu Protokoll. Dabei dürfte der 39-Jährige vor allem die Abstimmungsprobleme in der neu formierten Berliner Abwehr vor Torhüter Daniel Haas – kam zu Saisonbeginn aus Hoffenheim – gemeint haben. Die Innenverteidigung mit den Neuzugängen Fabian Schönheim und dem Kroaten Roberto Puncec litt nicht nur unter sprachlichen Verständigungsproblemen.
Deshalb war ein zweiter Trainingsschwerpunkt der Braunschweiger in diesen Tagen das schnelle Umschaltspiel nach Ballgewinnen. Auch deshalb darf sich wohl Marc Pfitzner Chancen auf einen Einsatz ausrechnen, gilt er doch als unangenehmer und giftiger Balleroberer. Zu personellen Änderungen im Vergleich zur Aufstellung beim Sieg gegen Köln wollte Lieberknecht indes nichts sagen. Nur soviel: „Überraschungen sind möglich.“ Unterstützt werden die Gäste in Berlin von 1500 Fans.
Ein weiteres Problem der Berliner könnte zudem Kapitän und Spielmacher Torsten Mattuschka werden. Der Publikumsliebling hatte in Kaiserslautern bis zur 80. Minute auf der Bank sitzen müssen. Für ihn spielte der Tunesier Belaid und überzeugte. Keine leichte Entscheidung für Trainer Uwe Neuhaus.
Einen erneuten Rückschlag musste Eintrachts Oliver Petersch hinnehmen. Er laboriert erneut an Problemen im Bauchbereich.
•Union – Eintracht, Sonntag 13.30 Uhr, Stadion An der Alten Försterei
