Lieberknecht tüftelt nach Bolands Ausfall an seiner Startelf
Braunschweig Zweitliga-Tabellenführer Eintracht Braunschweig muss sein Mittelfeld neu formieren. Mirko Boland fällt wegen eines grippalen Infekts aus.
Die Hiobsbotschaft für Torsten Lieberknecht kam am Sonntagmorgen. Mittelfeldspieler Mirko Boland meldete sich telefonisch beim Trainer von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig ab: grippaler Infekt. Der 25-Jährige musste passen für das Abschlusstraining des Tabellenführers. Statt mittags in den Mannschaftsbus zu steigen und die Fahrt zum Spiel beim 1. FC Köln anzutreten, hütete Boland das Bett. Im Aufgebot fehlt zudem Gianluca Korte, der an den Folgen einer Grippe leidet.
„Ich habe jetzt einiges zu überdenken“, sagte Lieberknecht. Zwei Positionen werden Eintrachts Trainer vor allem beschäftigen. Die im Mittelfeld von Boland und die in der Innenverteidigung neben dem gesetzten Ermin Bicakcic. Deniz Dogan, der zuletzt wegen Adduktorenbeschwerden gegen St. Pauli und FSV Frankfurt gefehlt hatte, steht im 19-Mann-Kader. Dogan hatte das gestrige Training – Eintracht war wegen der starken Schneefälle in die Fußball-Halle an der Hamburger Straße ausgewichen – gut überstanden. Kehrt der 33 Jahre alte Abwehrroutinier in die Startelf zurück, rückt Ken Reichel aus dem Zentrum zurück auf seine Stammposition links in der Abwehrkette.
Norman Theuerkauf, der Reichel in Frankfurt als Linksverteidiger vertreten hatte, stünde für Abräumaufgaben im Mittelfeld bereit. Lieberknecht steht vor der Aufgabe, die richtige Mischung zu finden, gegen den seit fünf Spielen unbezwungenen Bundesliga-Absteiger.
„Ich bin überzeugt, dass wir in Köln wieder eine gute Lösung finden“, betonte Lieberknecht. Denn auch nach den Ausfällen der Stammkräfte Marcel Correia, Kevin Kratz und Dogan habe sich die Mannschaft stabil und gefestigt gezeigt.
An Unterstützung wird es nicht mangeln: Rund 2000 Eintracht-Fans werden im Kölner WM-Stadion sein, in dem 40 000 Besucher erwartet werden. Und der 1. FC Köln lobt den Tabellenführer in höchsten Tönen und schiebt ihm gleich einmal die Favoritenrolle zu. „Braunschweig erntet den Lohn für drei Jahre kontinuierliche Arbeit“, lobt Trainer Holger Stanislawski den Gegner. „Die stehen völlig zu Recht da oben. Wir spielen gegen die beste Mannschaft der Liga“, erklärt der FC-Coach.
Um dann eine Kampfansage an die Eintracht zu richten: „Meine Mannschaft ist extrem heiß. Wir wollen Revanche für die Niederlage am ersten Spieltag.“ Denn jenes 0:1 am 5. August machen die Kölner zum Knackpunkt für ihren miserablen Saisonstart mit nur zwei Zählern aus den ersten sechs Spielen. Nach der anschließenden Aufholjagd sieht Stanislawski seine Mannschaft nun auf „Schlagweite“.
•1. FC Köln – Eintracht Braunschweig, Montag 20.15 Uhr/direkt bei Sport1

