Lieberknecht: Ich habe noch etwas vor mit Eintracht
Braunschweig Das Gerücht: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht als Nachfolger von Marco Kurz in Kaiserslautern werden. „Nichts dran“, sagt Lieberknecht.
Mit großer Gelassenheit haben die Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig auf die Gerüchte reagiert, Torsten Lieberknecht sei Kandidat für die vakante Trainerposition beim Erstligisten 1. FC Kaiserslautern. „Er hat bei uns einen Vertrag für die kommende Saison, und ich gehe mindestens davon aus, dass er seinen Vertrag erfüllt“, stellte Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt fest.
Nach der Entlassung von Marco Kurz waren gut ein Dutzend Trainernamen, unter anderem Franco Foda, Christian Groß, Heiko Herrlich, Sciriaco Sforza, Holger Stanislawski und eben Lieberknecht in den Ring geworfen worden.
Als Favorit galt allerdings von Anfang an der frühere Stuttgarter Bundesliga-Profi Krassimir Balakow, der nach Medienberichten von gestern den Posten übernimmt. Der noch als Chefcoach bei Hajduk Split unter Vertrag stehende Balakow soll heute am Betzenberg als neuer Coach vorgestellt werden. Bereits am Sonnabend im Spiel beim SC Freiburg soll der frühere bulgarische Nationalspieler beim sportlich und finanziell stark angeschlagenen FCK auf der Bank sitzen.
Den Pfälzer Liebeknecht und den 1. FC Kaiserslautern verbindet eine lange Geschichte, auch deshalb dürfte sein Name an der Gerüchtebörse gehandelt worden sein. Torsten Lieberknecht, 1973 geboren in Bad Dürkheim, war von der Jugend bis 1994 Spieler beim 1. FC Kaiserslautern, für den er 13 Bundesligaspiele absolvierte, bevor er über den SV Waldhof Mannheim zum FSV Mainz 05 wechselte, für den er sieben Jahre aktiv war. Vom 1. FC Saarbrücken kam Lieberknecht im Jahr 2003 nach Braunschweig. Als Spieler hatte er im August – unmittelbar nach seinem Wechsel nach Braunschweig – gleich in seinem ersten Spiel mit Eintracht den 1. FC Kaiserslautern aus dem DFB-Pokal (4:1) geworfen. Als Trainer gelang ihm das im Juli 2009 nicht. Da unterlag Eintracht gegen die Pfälzer in der ersten Pokalrunde mit 0:1.
In Braunschweig hat sich Lieberknecht nach der Übernahme des Trainerpostens im Mai 2008 durch seine erfolgreiche Arbeit und den Zweitligaaufstieg im vergangenen Jahr einen Namen gemacht. „An den Trainerposten in Kaiserslautern habe ich keinen Gedanken verschwendet. Aber es ehrt mich, mit einem Erstligisten in Verbindung gebracht zu werden“, sagte der 38-Jährige. „Ich stehe bei Eintracht unter Vertrag, und ich habe noch ein bisschen was vor in Braunschweig“, stellte er fest.
Auf die Frage, ob er dem Lockruf eines Bundesligisten erliegen könnte, antwortete Lieberknecht: „Mein Ziel ist es, auch als Trainer das Optimum herauszuholen. Ich habe den Traum, mit Eintracht Braunschweig in der ersten Liga spielen zu dürfen, als Trainer.“
