Lieberknecht erwartet rassiges Spiel
Braunschweig Dresden war für die Fußballer von Eintracht Braunschweig in den vergangenen Jahren immer eine Reise wert.
„Wir haben zuletzt dort immer etwas mitgenommen“, sagt Trainer Torsten Lieberknecht vor dem Zweitliga-Gastspiel bei den Dynamos. Sechsmal blieb Eintracht in Folge bei Dynamo Dresden ohne Niederlage in der zweiten oder dritten Liga. Fünfmal trennten sich die Teams mit 1:1 und zuletzt in der vergangenen Saison im April 2:2. Damir Vrancic und Domi Kumbela waren die Torschützen im damaligen Duell der Zweitliga-Neulinge.
Die letzte Niederlage bei Dynamo musste Eintracht am 28. November 2003 hinnehmen. 0:1 hieß es damals in der Regionalliga Nord. Mit dabei auf Eintracht-Seite – damals noch als Spieler – Lieberknecht und sein aktueller Co-Trainer Jürgen Rische.
Eintrachts Chefcoach sagt ganz offen, dass er der Partie bei Dynamo erwartungsfroh entgegenblickt: „Dresden ist Fußball pur. Ich freue mich auf die Atmosphäre, die uns dort erwartet.“ Dazu werden auch die wohl 2000 Eintracht-Anhänger ihren Teil beitragen, die zum Spiel in Dresden anreisen wollen. Für den Fanzug mit 620 Plätzen waren bereits am Donnerstag alle Tickets verkauft.
Sportlich beurteilt Lieberknecht den Vorjahres-Zehnten besser, als dessen derzeitige Platzierung mit Rang zehn glauben lässt. „Sie haben eine überdurchschnittliche Mannschaft und verfügen mit Mickael Poté über einen Top-Stürmer, der es uns in den vergangenen Partien jeweils immer schwer gemacht hat. Auch Robert Koch darf man nicht vergessen. Die Offensive ist da durchaus beachtenswert“, beschreibt Lieberknecht. Beim 2:2 gegen den TSV 1860 München hatte Eintracht die Dresdener beobachtet.
„Wir haben gesehen, welchen Fußball sie spielen können, wenn man sie lässt“, fügte der Eintracht-Trainer an. Genau das soll seine Mannschaft verhindern, soll den Hausherren, für die ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen im heimischen Stadion zu Buche stehen, das Spiel verleiden.
„Wir haben auch gesehen, wo sie Probleme haben.“ Die Konteranfälligkeit nennt Lieberknecht als Beispiel. Nicht von ungefähr ließ Dynamo-Trainer Ralf Loose in diesen Tagen das schnelle Umkehrspiel besonders intensiv üben. Personell hat Eintrachts Cheftrainer einmal mehr jede Menge Alternativen. Die zuletzt leicht angeschlagenen Mirko Boland und Marcel Correia sind im Training zurück. Dort, so der Coach, machten zuletzt Jonas Erwig-Drüppel und Raffael Korte nachhaltig auf sich aufmerksam.
• Dresden – Eintracht, Sonnabend, 13 Uhr



