Lieberknecht: Die Jungs arbeiten seit zwei Jahren am Limit
Braunschweig Der Trainer nutzte die Pressekonferenz nach dem 0:0 gegen Paderborn, um seine Elf zu loben. Für deren Arbeit in den vergangenen zwei Jahren .
Lieberknecht wollte den Fokus auf die Entwicklung der Mannschaft richten. Und er ging dabei zwei Jahre zurück, erinnerte an das damalige Drittligaspiel in Heidenheim, das Eintracht 1:0 gewann. Der Auftakt zu einer großartigen Serie. Aus den 76 Punktspielen in der dritten und der zweiten Liga holte Eintracht seit jenem 30. März 2010 insgesamt 145 Punkte.
„Die Jungs arbeiten seitdem am obersten Limit“, stellte der Eintracht-Trainer fest. Zwölf Spieler, die vor zwei Jahren im Kader standen und in Heidenheim eingesetzt wurden, zählen auch in der zweiten Liga zum Eintracht-Aufgebot.
„Die Mannschaft hat sich seither ständig entwickelt“, erinnerte Lieberknecht daran, dass Eintracht im Aufstiegsjahr eine überragende Rolle gespielt hatte und sich seit Saisonbeginn in der neuen Liga prächtig präsentiert. 39 Punkte und Tabellenplatz sieben sind die beeindruckende Zwischenbilanz.
„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch guten Fußball spielen kann. Und die Partie gegen Paderborn war insgesamt nicht schlecht“, betonte Lieberknecht. Allerdings sei in manchen Situationen die Leichtigkeit abhanden gekommen, mit der seine Mannschaft durch die vergangenen 24 Monate gestürmt ist. „Wir haben die Saison noch lange nicht abgehakt. Unsere Mannschaft ist von der Mentalität so, dass sie alles gibt und um jeden Punkt kämpft. Theoretisch kann man mit 39 Punkten noch absteigen“, betonte der Eintracht-Coach. Wohlgemerkt theoretisch.
Tabellenschlusslicht Rostock kann Eintracht schon nicht mehr einholen. Aachen auf Platz 17 müsste sechsmal gewinnen, um mit Eintracht gleichzuziehen und Karlsruhe – auf dem Relegationsrang – könnte bei sechs Siegen am Saisonende zwei Punkte mehr erreichen als Eintracht. Vorausgesetzt immer, Torsten Lieberknechts Mannschaft holt kein einziges Pünktchen mehr. Nach einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage schier undenkbar. „Es ist schwer gegen uns Tore zu schießen“, hatte der Eintracht-Trainer zuletzt mehrfach festgestellt. Weniger Treffer als Eintracht haben nur die vier führenden Klubs der Liga zugelassen.


