Kevin Kratz besteht den Härtetest gegen Bremen
Braunschweig Das 0:2 gegen Werder schmerzte nicht. Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig war froh, seinen Bankspielern Wettkampfpraxis zu verschaffen.
Eintracht Braunschweig hat das Testspiel gegen Werder Bremen verloren. Der Tabellenführer der zweiten Fußball-Bundesliga unterlag gestern Nachmittag vor 350 Zuschauern gegen eine Mannschaft aus Reservisten des Bundesligisten und U- 23-Spielern mit 0:2 (0:1).
„Das Spiel hat seinen Zweck erfüllt“, sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht und fügte hinzu: „Werder war ein guter Gegner, der uns mehr als gefordert hat.“ Er nutzte die Partie auf Platz 11 am Weserstadion, um den zuletzt weniger in den Ligaspielen eingesetzten Akteuren Spielpraxis über 90 Minuten zu vermitteln.
„Verloren haben wir, weil uns individuelle Fehler unterlaufen sind“, stellte der 39-Jährige fest, der die besseren Torchancen bei seiner Mannschaft gesehen hatte. Doch Raffael Korte (7. und 36. Minute), Marc Pfitzner (15.), Pierre Merkel (33.) scheiterten vor der Pause in aussichtsreichen Positionen. Besser machte es der Bremer Dennis Wagner, der nach 22 Minuten zum 1:0 traf. Profi-Leihgabe Joseph Akpala erhöhte nach 59 Minuten auf 2:0 für die Gastgeber. Positiv für Eintracht: Kevin Kratz, der nach einer Syndesmose-Operation seit dem 22. Oktober kein Spiel mehr bestritten hatte, hielt 90 Minuten durch. „Er hat sich von Minute zu Minute gesteigert. Anfangs hat man noch gemerkt, dass er seinen Rhythmus gesucht hat“, beschrieb Lieberknecht den Auftritt des 26-jährigen Mittelfeldspielers, der damit ein Kandidat für den Kader an diesem Sonntag gegen München 1860 ist.
„Emre Turan hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Der Rest war solide“, urteilte der Eintracht-Trainer, der in der Schlussphase die U-23-Spieler Marcel Bär und Yannick Rolff sowie Mohammed Baghdadi aus der U 17 einwechselte. „Wenn die Jungs mitfahren, sollen sie auch ein paar Minuten Spielzeit bekommen“, sagte Lieberknecht.
Werder: Strebinger (79. Duffner) – Hartherz, Pavlovic, Kroos, Obst – Trybull – Wurtz (55. Nagel), Wegner, Yidirim (46. Hernandez), Jessey (70. Rehfeldt) – Akpala
Eintracht: Petkovic – Kessel (79. Baghdadi), Turan, Henn, Erwig-Drüppel – Pfitzner (79. Rolff) – Zhang (60. Edwini-Bonsu), Vrancic, Kratz, Raffael Korte – Merkel (79. Bär)
Tore: 1:0 Wegner (22.), 2:0 Akpala (59.)



