Hochbetrieb in der medizinischen Abteilung
Muskelfaserrisse, Rückenprobleme - Die Verletzungsliste bei Eintracht Braunschweig ist lang. Die Physiotherapeuten im Trainingslager habe viel zu tun.
Wenn man Benjamin Kessel nicht kennen würde, könnte man glatt meinen, er wolle sich vor den anstrengenden Übungseinheiten im Trainingslager drücken. Denn wie schon im Sommer in Teistungen kann Eintrachts Rechtsverteidiger auch diesmal in Spanien nicht richtig mitwirken. Doch wer Benjamin Kessel kennt, der weiß, dass den 24-Jährigen nichts mehr schmerzt, als den Kollegen bei den Übungseinheiten zuschauen zu müssen.
"Das ist keine schöne Situation", räumt der Abwehrmann ein. Im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Aachen hatte er sich kurz nach seiner Einwechslung einen Muskelfaserriss im linken vorderen Oberschenkel zugezogen. Knapp drei Wochen danach ist Kessel zwar auf dem Weg der Besserung, aber eben noch nicht voll belastbar. "Beim Sprinten zwickt es noch leicht", verrät der gebürtige Bad Kreuznacher, der deshalb nur "von Tag zu Tag schauen" will, wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. "Es macht keinen Sinn, wenn ich es überstürze und die Verletzung wieder aufbricht."
Bis es soweit ist, absolviert er mal wieder ein individuelles Trainingsprogramm mit Fitness-Trainer Jürgen Rische, bestehend aus Sprüngen, Steigerungsläufen und Koordinationsübungen. Doch Kessel ist mit seinem Leid nicht alleine: Abwehrkollege Benjamin Fuchs laboriert noch immer an den Folgen einer Wadenzerrung und ist deshalb ebenfalls noch nicht voll belastbar. Immerhin konnte Fuchs gestern schon ein paar Aufwärmübungen mit der Mannschaft absolvieren, ehe er an der Seitenlinie bei Physiotherapeut Sascha Weiß auf der Liege Platz nahm
Den Trainingsplatz in Spanien noch gar nicht zu Gesicht bekommen hat Marcel Correia. Der 22-Jährige, der seit November mit einem Innenbandriss im Knie außer Gefecht gesetzt ist, verbrachte den gestrigen Vormittag mit Physiotherapeut Andy Richter im Kraftraum. Am Nachmittag ging es dann mit Sascha Weiß ins Bewegungsbad.
Dort gesellte sich auch Nico Zimmermann hinzu. Der Mittelfeldspieler musste das Vormittagstraining aufgrund von Rückenproblemen abbrechen. Dasselbe Schicksal ereilte später Emre Turan (Schlag aufs Sprunggelenk) und Oliver Petersch (Oberschenkelprobleme). Wie lange das Trio pausieren muss, stand gestern Abend noch nicht fest.
In Anbetracht der immer länger werdenden Verletztenliste musste Jürgen Rische am Nachmittag im Spiel Elf gegen Elf als Außenverteidiger aushelfen. Eine Position, die der ehemalige Vollblut-Stürmer in seiner Karriere noch nicht allzu oft gespielt haben dürfte.


