Für Fetsch geht das Warten weiter
Von Christian Schiebold
Nach der 0:3-Pleite bei 1860 München war Mathias Fetsch sogar die Lust auf den Trikottausch mit den Ex-Kollegen vergangenen. "Da musste ich nicht auch noch deren lachende Gesichter sehen", erzählt der Eintracht-Stürmer.Auch fünf Tage nach der Niederlage war dem 23-Jährigen die Enttäuschung gestern noch deutlich anzuhören. "Das hat sehr wehgetan", räumt der gebürtige Badener ein, dass er sich die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte natürlich anders vorgestellt hatte.
Na klar sei es toll gewesen, mal wieder in der großen Arena aufzulaufen, mal wieder mit Mitspielern und Betreuern von damals zu quatschen. "Aber das Wichtigste, das Spiel, lief nicht so gut." Und zwar weder für die Mannschaft noch für ihn persönlich. Schließlich wartet er auch nach dem 18. Spieltag immer noch auf sein erstes Zweitliga-Tor.
Natürlich mache er sich darüber Gedanken, erzählt Fetsch. "Aber es ist nicht so, dass es Tag und Nacht an mir nagt." Zumal man dem Rotschopf zugute halten muss, dass er in dieser Saison auch erst 333 Minuten auf dem grünen Rasen und erst drei Mal in der Startelf stand. "Es ist schwer, wenn man immer nur ein paar Minuten zum Einsatz kommt", sagt Fetsch, der das jedoch keinesfalls als Ausrede gelten lassen will.
Schließlich hat er vergangene Saison vier seiner sechs Tore (eines davon im DFB-Pokal) als Joker erzielt. Doch eine Liga höher bekomme er nun weniger Chancen. "Ich muss vor dem Tor einfach kaltschnäuziger werden", übt der Angreifer Selbstkritik.
Dass er beim Anpfiff in aller Regel nur auf der Auswechselbank Platz nehmen darf, ist für ihn, so sehr es ihn auch wurmt, nachvollziehbar. Schließlich zeigen sich seine Sturm-Konkurrenten Dennis Kruppke und Domi Kumbela bislang äußerst treffsicher. Zusammen hat das Duo bereits 15 Tore erzielt. "Als Team-Spieler muss ich eingestehen, dass es bisher richtig gut für uns lief."
Dass ihm in diversen Fan-Foren die ersten Anhänger bereits die Zweitliga-Tauglichkeit absprechen, lässt ihn kalt. Behauptet er zumindest. "Wichtig ist, was der Trainer denkt und sagt." Zumal er davon überzeugt sei, dass vieles einfacher wird, wenn der Knoten erstmal platzt, er endlich sein erstes Zweitliga-Tor bejubeln kann. "Dann fällt auch der zweite und dritte Treffer."
