Fuchs: Kein Geschenk für den Ex-Klub
2010-08-19T22:00:00+0200Fußball-Drittligist Eintracht erwartet Wehen-Wiesbaden – Für Lieberknecht ist der SV "kleiner Geheimfavorit"
BRAUNSCHWEIG. Für Benjamin Fuchs sind diese Tage mit vielen Erinnerungen verbunden. Der Fußball-Profi von Eintracht Braunschweig spielt innerhalb einer Woche gegen seine alten Klubs.
"Das ist schon komisch, weil ich ja überhaupt erst bei drei Vereinen war", stellt der 26-Jährige fest. Für die SpVgg Greuther Fürth – am vergangenen Samstag Pokalgegner der Eintracht – spielte Fuchs von der Jugend an bis 2006, dann eine Saison beim Süd-Regionalligisten SV Wehen, am Samstag Gast der Braunschweiger in der Drittligapartie.
"In Wehen habe ich eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit gehabt. Wir sind dort 2007 in die zweite Liga aufgestiegen", schildert der schnelle Außenverteidiger, der in der vierten Saison bei Eintracht spielt. Sentimentalität kommt beim Kräftemessen mit den ehemaligen Klubs nicht auf. Mit den Spielern, die aktuell im Kader von Wehen-Wiesbaden stehen, hat er nicht mehr auf dem Feld gestanden.
"Wir wollen den Sieg. Etwas anderes kommt gar nicht Frage", betont Fuchs, der seit dem 30. März – damals war er gegen Heidenheim für Dennis Brinkmann ins Team gerutscht – in keinem Punktspiel gefehlt, stand elfmal in der Startformation. "Das heißt aber nicht, dass es so weiter läuft. Die Konkurrenz ist groß und ich muss Woche für Woche im Training Gas geben", betont der gebürtige Österreicher. Und dann findet er doch noch eine Parallele von Eintracht zum SV. "Bei uns ist es so wie damals in der Aufstiegssaison in Wehen. Wir sind eine echte Mannschaft, haben jeden Tag Spaß miteinander und freuen uns aufs tägliche Training", sagt Fuchs.
Kein Wunder also, dass Trainer Torsten Lieberknecht davon spricht, dass seine Fußballer "den Heimspielen entgegenfiebern." Sie würden geradezu aufsaugen, was nach drei Siegen in der Liga und der guten Leistung im Pokal rund um die Mannschaft los sei – trotz der 1:2-Niederlage gegen Fürth.
Meldungen, dass Wehen-Wiesbaden um die Einsätze von acht Stammkräften bangt, will Lieberknecht nicht für bare Münze nehmen, zumal der Verein in dieser Woche Björn Ziegenbein Richtung Rostock ziehen ließ. "Da werden schon einige dabei sein. Wehen hat außerdem von Woche zu Woche in einer anderen Aufstellung gespielt", sagt der 36-Jährige. Die Spielbeobachtungen hätten deshalb nur bedingt Aufschluss gegeben. Für Lieberknecht ist der SV sogar ein "kleiner Geheimfavorit für den Aufstieg."
Eintracht – SV Wehen-Wiesbaden, Sa., 14 Uhr, Eintracht-Stadion.




