Fans und Team feiern 3:1 für die Eintracht
Braunschweig Eintracht Braunschweig gewinnt 3:1-Sieg gegen Ingolstadt. Fans und Team feiern ausgiebig Platz acht der Eintracht in der Abschlusstabelle.
Ach wie schön ist es doch zu gewinnen! Kaum hatte Schiedsrichter Robert Kempter am Sonntagnachmittag abgepfiffen und den 3:1 (1:1)-Sieg der Braunschweiger Eintracht gegen den FC Ingolstadt amtlich werden lassen am 34. und letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga, ging die Party richtig los.
Die Hälfte der 20.600 Zuschauer – natürlich die gesamte Südkurve – sang und feierte noch 20 Minuten nach dem Ende des Konzern-Duells Volkswagen gegen Audi. „Wir woll’n den Torsten sehen!“, skandierten die Fans und „Torsten auf den Zaun!“ Eintracht-Trainer Lieberknecht ließ sämtliche Interviews erstmal sausen und machte sich unter riesigem Beifall auf ins Epizentrum blaugelber Freude.
Auch wenn Lieberknecht – anders als die fast komplette Mannschaft – nicht auf den Zaun stieg, so schnappte er sich doch ein Megafon und gab das Lied vor, das Tausende von Kehlen lautstark nachsangen.
Ein verdienter Heimsieg, endlich mal wieder Tore im Eintracht-Stadion nach langer Durststrecke – und dazu noch herrlich herausgespielt: Da kamen alle auf ihre Kosten. Auch die Ehrengäste. VW-Chef Martin Winterkorn, Audi-Chef Rupert Stadler, Frank Witter, Chef der VW Financial Services – zu der auch Eintrachts Trikotsponsor, die VW-Bank, gehört – VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh, Braunschweigs Oberbürgermeister Gert Hoffmann und, und, und.
Allen dürfte die Stimmung gefallen haben – mal ausgenommen dem Audi-Chef. Die Marke mit den vier Ringen ist ja bekanntlich Hauptsponsor der Ingolstädter.
Eine stabile, kaum zu überlistende Viererkette vor dem kaum beschäftigten Torhüter Daniel Davari, die auf den Flügeln wirbelnden Korte-Zwillinge Raffael und Gianluca, der sein letztes Spiel für die Eintracht bestreitende Stürmer Mathias Fetsch, der zwei Treffer vorbereitete: die Eintracht gab mal wieder alles, belohnte sich gestern aber endlich mal für den großen Einsatz durch drei herrliche Tore durch Marcel Correia (4.), Raffael Korte (55.) und Pierre Merkel (89.). Das zwischenzeitliche 1:1 durch Christoph Knasmüllner (45.) brachte die Löwen nicht aus dem Rhythmus.
„Wir haben heute eine sehr stabile Saison gekrönt und werden ausgiebig feiern“, sagte Lieberknecht. „Das ist heute eine schöne Momentaufnahme. Ich bin überzeugt, dass wir auch in der nächsten Saison erfolgreich spielen könne. Wir wollen uns etablieren in der 2. Liga und werden dieses Ziel mit Ruhe angehen.“
„Der Kampf gegen den Abstieg hat in den letzten Wochen viel Kraft gekostet, vor allem mental. Das soll aber keine Ausrede sein. Eintracht hat heute richtig gut gespielt und verdient gewonnen“, sagte Ingolstadts Trainer Tomas Oral. Und aus eigener leidvoller Erfahrung fügte er an: „Alles Gute für das schwierige zweite Jahr.“

