Fans strömen – Eintracht plant mit 15-Millionen-Etat
Braunschweig Eintracht Braunschweig plant für die Zweitligasaison 2012/13 mit cirka 15 Millionen Euro. Das sind zwei Millionen Euro mehr als diese Saison.
„Unser Jahresergebnis des laufenden Geschäftsjahres wird gut ausfallen“, begründet Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer der Eintracht-Kapitalgesellschaft, die Zahlen. Zu dem guten Ergebnis haben unter anderem die hohen Zuschauerzahlen des Zweitligisten beigetragen. Statt der im Etat kalkulierten 18 000 kamen bislang im Durchschnitt 21 353 Besucher zu den Spielen im Eintracht-Stadion. Nur fünf Zweitligisten, Frankfurt, Düsseldorf, Dresden, St. Pauli und 1860 München haben mehr Zuschauer als die Braunschweiger.
„Wir gehen davon aus, dass viele, die dieses erfolgreiche Jahr miterlebt haben, auch in der nächsten Saison Lust auf unsere Mannschaft haben und uns in der attraktiven zweiten Liga als Zuschauer weiter begleiten“, sagt Voigt, der die Lizenzunterlagen Anfang März bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eingereicht hat. Dass Eintracht darin den Etat für das neue Geschäftsjahr erhöht, hat mehrere Gründe. „Wir wissen, dass wir nicht nur in Spieler aus der vierten und fünften Liga investieren können. Wir müssen in Spieler investieren, die das sportliche Niveau unserer Mannschaft anheben und festigen. Wir können nicht nur auf Ausbildung setzen“, betont Voigt.
Für die laufende Saison waren im Gesamtetat für die Profi-Mannschaft 5,1 Millionen Euro vorgesehen. Auch diese Summe wird zur kommenden Saison leicht steigen.
Grundsätzlich werde Eintracht aber die Philosophie nicht ändern und weiter möglichst ablösefreie Spieler verpflichten, betont der Geschäftsführer. „Aber die Eingangsqualität soll höher sein.“ Marcel Correia und Ermin Bicakcic seien dafür gute Beispiele.
„Ein großer Block, der auf uns zukommt, ist das Nachwuchsleistungszentrum, das wir zum 1. August aktivieren müssen“, erklärt Voigt. Dann ist die Ein-Jahres-Übergangs-Frist des Aufsteigers ausgelaufen.
Ein zweiter großer Kostenfaktor wird der Kubus, den die Eintracht-Immobiliengesellschaft an der Hamburger Straße vor dem Stadion errichten wird. Der Baubeginn soll in den nächsten Tagen sein. Im Laufe der Rückrunde der nächsten Saison soll der Kubus bezugsfertig sein.
Eingereicht hatte Eintracht die Lizenzierungsunterlagen für alle drei Ligen. Bei einem Abstieg hätte der Etat auf neun Millionen Euro gesenkt werden müssen. In Liga drei hätte Eintracht mit einem Zuschauerschnitt von 13 500 kalkuliert.
Im Aufstiegsfalle wäre der Jahresetat der Kapitalgesellschaft auf 26,4 Millionen Euro gestiegen. „Dann müssten alle Einnahmen, zum Beispiel von Sponsoren und Tickets, am oberen Ende liegen“, verdeutlicht Voigt. Aber einen Auf- oder Abstieg wird es ja nicht geben.



