Fanprojekt feierte seinen fünften Geburtstag
Braunschweig Knapp 100 Gäste beim Empfang im VIP-Zelt von Eintracht.
Von Eintracht-Vize-Präsident Rainer Ottinger und dem sportlichen Leiter Marc Arnold bekam Karsten König neben Glückwünschen auch ein gerahmtes Eintracht-Trikot, beflockt mit der Nummer „5“ und dem Namen „Fanprojekt“. Eben jenes Fanprojekt, dessen Leiter König ist, feierte am Mittwochabend in Eintrachts Vip-Zelt seinen fünften Geburtstag.
„Hoffentlich ist das nicht das letzte Jubiläum“, sagte Awo-Kreisverbands-Chef Klaus-Peter Bachmann zur Begrüßung und bekam dafür zustimmenden Applaus von den knapp 100 Gästen. Der Wohlfahrtsverband ist Träger des Fanprojekts, von dem es – unter dem Dach der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) – deutschlandweit 47 gibt, 11 davon sind bei der Awo angesiedelt.
„Das ist eine wichtige Sache, die hier in den letzten Jahren entstanden ist“, sagte Sportausschuss-Vorsitzender Klaus Wendroth in seinem Grußwort. Und Eintracht-Vize Ottinger betonte, dass das Fan-Projekt längst „ein fester Baustein des Braunschweiger Fan-Motors“ geworden sei. „Und das Fan-Haus wird noch einmal eine Art Turbo-Lader sein.“
Awo-Vorsitzender Bachmann nutzte die Gelegenheit, um Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zu kritisieren. Dieser hatte Anfang der Woche gefordert, dass sich die Länder künftig nicht mehr an der Finanzierung der Fan-Projekte beteiligen sollen, die Fußball-Verbände die Kosten vielmehr alleine tragen sollen. „Das entbehrt jeder Sachkenntnis“, schimpfte Bachmann, seines Zeichens Innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Die Finanzierung sollte vom Innenminister nicht infrage gestellt werden.“ Da die Fan-Projekte als Mittler zwischen Fans, Städten, Polizei und Vereinen fungieren, „dürfen sie finanziell von keiner Seite abhängig sein“.
Und was wünscht sich Karsten König zum Geburtstag? Mit Blick auf die durch das chaotische Relegationsspiel in Düsseldorf ausgelöste Debatte hofft der Leiter des Braunschweiger Fanprojekts, „dass sich die unsäglichen Diskussionen der letzten Tage wieder auf ein sachliches Niveau begeben“. Sprach es – und ließ den Abend bei Live-Musik, Gegrilltem und Bier gemeinsam mit den Gästen ausklingen.



