Eintrachts Wirbelwind Boland: „Das war Adrenalin pur“
Braunschweig Mit dem zweiten Tor war der Bann gebrochen. Die Braunschweiger gaben noch mal richtig Gas und hatten Chancen fast im Minutentakt.
.0:2 durch Orhan Ademi – der VfL Bochum hatte einen Knacks weg, der Glaube an den Ausgleich war dahin. Und dann drehte Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig so richtig auf.
Fast im Minutentakt trugen die Löwen ihre Angriffe vor, die 19 875 Zuschauer am Sonnabend im Stadion gerieten so langsam aus dem Häuschen.
„Die Fans treiben einen so richtig nach vorn. Diese Atmosphäre ist Adrenalin pur“, charakterisierte Wirbelwind Mirko Boland nach dem 3:0-Sieg (Tore Bicakcic, Ademi und Kruppke) die letzte halbe Stunde. „Da kocht alles zusammen, das ist wie im Fluss.“
Direkte Pässe, schöne Kombinationen, auch mal ein technisches Kabinettstück – wenn der Gegner innerlich die Partie schon abgehakt hat, gelingt einiges mehr als bei hartnäckiger, beinharter Gegenwehr.
Kaum hatten die Blaugelben Ademis drittes Saisontor gefeiert, lag der Torschrei schon wieder auf den Lippen. Marc Pfitzner aus gut 19 Metern, nochmals Ademi und Außenverteidiger Ken Reichel mit einem Volleyhammer – nur Bochums Torhüter Andreas Luthe sorgte dafür, dass seine Mannschaft nicht noch das eine oder andere Tor einfing. Erst als der kurz zuvor eingewechselte Damir Vrancic in der 85. Minute mit einem feinen Pass Dennis Kruppke zum erfolgreichen Torschuss freispielte, war die Jagd zu Ende.
„Wir wissen, was wir können“, blickte Boland zurück. „Wir genießen, dass es so toll läuft im Moment.“ Gerade auch am Ende der Begegnungen hat die Eintracht bisher immer wieder gezeigt, dass jeder bereit ist, das letzte Körnchen aus sich herauszuholen. „Wir haben mal wieder gezeigt, dass wir konditionell gut drauf sind.“
