Eintrachts Bilanz: gelungenes Trainingslager
Braunschweig .Zurück in der blau-gelben Heimat: Eintrachts Fußballer sind aus dem Trainingslager in Spanien wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.
Im vorigen Winter hatten Eintrachts Fußballer ihr Trainingslager in Tunesien noch vorzeitig abbrechen müssen, nachdem in dem afrikanischen Land Unruhen ausgebrochen waren. Diesmal hätten die Blau-Gelben ihren Aufenthalt in Spanien fast unfreiwillig verlängern müssen.
Beim Check-in am Flughafen von Valencia waren die beiden Mitarbeiterinnen gestern Vormittag derart überfordert, dass man zwischendurch fast befürchten musste, die blau-gelbe Reisegruppe würde ihren Flieger nach Palma de Mallorca verpassen, von wo aus es am Nachmittag nach Hamburg weiterging.
Nach fast 90 Minuten Wartezeit schafften es Spieler, Trainer und Betreuer gerade noch rechtzeitig zu ihrem Gate. Um kurz vor 18 Uhr hatte die Mannschaft dann endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen.
Doch nicht nur wegen der planmäßigen Rückkehr bezeichnete Marc Arnold das Trainingslager als gelungen. Sowohl von den Bedingungen vor Ort als auch von der Qualität der beiden Testspielgegner war der sportliche Leiter angetan. Es sei deshalb gut denkbar, sagte der 41-Jährige, dass man die Zelte nächsten Winter wieder an der spanischen Mittelmeerküste aufschlage.
Dennis Kruppke hätte sicherlich nichts dagegen einzuwenden. „Die Tage sind schnell vorbei gegangen“, stellte der Eintracht-Kapitän nach rund 20 Trainingseinheiten erleichtert fest. Das sei in seiner langen Profi-Karriere schließlich nicht immer der Fall gewesen.
Obwohl die Mannschaft das Saisonziel Klassenerhalt bereits dicht vor Augen hat, habe sich im Training niemand zurückgelehnt, berichtete Kruppke. „Die Spieler, die hinten dran sind, geben richtig Gas – das steigert das Niveau.“ Eine Tatsache, die auch Marc Arnold an der Costa Blanca erfreut zur Kenntnis nahm. Der Konkurrenzkampf sei derart groß, betonte der Manager, dass sich niemand leisten könne, im Training einen Gang zurückzuschalten. „Da war richtig Feuer drin.“
Nicht zuletzt deshalb freut sich der 41-Jährige jetzt schon auf das Gastspiel bei Eintracht Frankfurt, mit dem in zwei Wochen die Rückrunde fortgesetzt wird. Schließlich seien die Hessen in der Hinrunde das einzige Team gewesen, gegen das man keine Chance gehabt habe. „Mal sehen, ob wir seitdem dazu gelernt haben.“
Trainer Torsten Lieberknecht ist mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden. Lediglich die Tatsache, dass das Verletzten-Lazarett in Spanien ungewöhnlich voll war, sei ärgerlich gewesen. Beim Rest der Mannschaft habe das für Zusatzmotivation gesorgt. „Einige haben die Situation genutzt, um sich in den Vordergrund zu spielen.“
Das gilt zum Beispiel für Ermin Bicakcic und Jan Washausen, die sich laut Lieberknecht gute Chancen ausrechnen dürfen, in Frankfurt gemeinsam mit Deniz Dogan und Norman Theuerkauf die Vierer-Abwehrkette zu bilden. Überhaupt sei die Integration von Winter-Neuzugang Bicakcic problemlos verlaufen, freut sich Arnold. „Und er übernimmt sofort Verantwortung.“ Coach Lieberknecht hat nach nur wenigen Tagen sogar schon das Gefühl, „als wäre Ermin schon immer dabei gewesen“.
