Eintracht will sich nicht überraschen lassen
Braunschweig Zwei Top-Spieler von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus müssen gegen Braunschweig gesperrt zusehen. Das bereitet Eintracht Kopfzerbrechen.
Nach 79 Minute in der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus am 24. Spieltag waren die Analysen, die Eintracht Braunschweigs Scout Dirk Fischer bis dahin gemacht hatte, großteils über den Haufen geschmissen. Nachdem Energie-Spieler Leonardo Bittencourt nach 55 Minuten seine fünfte gelbe Karte gesehen hatte, flog Daniel Adlung in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz. „Da konnten wir unsere Analyse in die Tonne kloppen“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht am Freitag. Vieles, was die Braunschweiger Spielbeobachtungen über Cottbus ergeben hatte, war durch die Sperren der Energie-Außenbahnspieler ein Muster ohne Wert.
„Wenn die beiden fehlen, ändert sich das Spiel komplett. Adlung und Bittencourt sind prägend für das Spiel. So wird der Gegner unberechenbarer,“ betonte Lieberknecht. Was sein Team am Sonntag im Stadion der Freundschaft erwartet, ist für den Eintracht-Trainer noch ein Rätsel. Er stellt sich auf einige Überraschungen ein. Eines allerdings stellte er klar: Freundschaft wird den Gästen in den 90 Minuten nicht entgegenschlagen. „Wir müssen viel Widerstand erwarten“, betont Lieberknecht. Dafür sieht er seine Mannschaft nach einer sehr intensiven Trainingswoche gewappnet für die Auseinandersetzung mit dem FC Energie. Und der 38-jährige Fußballlehrer hat „extremst die Qual der Wahl“, bei der Benennung seines 18-Mann-Kaders. 23 Profis bewerben sich am Samstag im Abschlusstraining um die Plätze. „Es ist für mich doch schön, dass ich diese Entscheidungen treffen muss“, gewinnt Lieberknecht der starken Konkurrenzsituation Positives ab. „Der Druck bleibt hoch, und wir wollen ihn hochhalten.“
In der Lausitz muss sich Eintracht auf einen stürmischen Beginn der Gastgeber vorbereiten. Denn anders als Lieberknecht konnte Rudi Bommer seine Mannschaft mit Informationen über den Gegner füttern.
•Cottbus – Eintracht, So., 13.30 Uhr
