Eintracht verpflichtet chinesischen Nationalspieler
Braunschweig Kurz vor dem Ende der Transferperiode hat Eintracht Braunschweig Chengdong Zhang verpflichtet. Der 23-jährige Mittelstürmer wird für ein Jahr von CD Mafra (Portugal) ausgeliehen.
Marcel Correia ist bei Eintracht Braunschweig unverzichtbar. Und zwar nicht nur aufgrund seiner fußballerischen, sondern neuerdings auch aufgrund seiner sprachlichen Qualitäten. Der Abwehrspieler mit portugiesischem Pass war gestern Mittag als Dolmetscher gefragt, als der Fußball-Zweitligist seinen fünften und vorerst letzten Neuzugang präsentierte.
Der chinesische Nationalspieler Chengdong Zhang war in den vergangenen drei Spielzeiten in Portugal aktiv – und beherrscht Portugiesisch mittlerweile besser als Englisch. „Nicht schlecht“, staunte selbst Correia über die Sprachkünste seines neuen Mitspielers, der ankündigte, so schnell wie möglich Deutsch lernen zu wollen. Gestern reichte es immerhin schon für ein freundliches „Guten Morgen“ in die Runde.
Chengdong Zhang kommt für ein Jahr auf Leihbasis nach Braunschweig, der Fußball-Zweitligist hat sich allerdings eine Kaufoption zusichern lassen, sagte der sportliche Leiter Marc Arnold und ergänzte, dass der Klub „durch einen Tipp“ auf den Angreifer aufmerksam geworden sei. Dessen Transferrechte liegen beim portugiesischen Drittligisten CD Mafra, zuletzt war er jedoch an den Erstligisten SC Beira-Mar ausgeliehen, für den er in 27 Spielen 6 Treffer erzielte.
Der fünfmalige Nationalspieler verriet gestern, dass er sich vor seinem Wechsel nach Deutschland bei seinem Duisburger Landsmann Shao über Braunschweig erkundigt habe. Ergebnis: „Shao hatte eine überaus positive Meinung von dem Klub.“ Zudem habe er schon viel über die Eintracht-Fans gehört. „Ich freue mich auf die große Kulisse. Das ist eine ganz andere Motivation, wenn man vor 20 000 Zuschauern spielt“, sagte Zhang strahlend.
Die Atmosphäre im Eintracht-Stadion wird er heute Abend jedoch „nur“ von der Tribüne aus aufsaugen können. Gegen den SC Paderborn ist der Offensivakteur noch nicht spielberechtigt. Zumal er bislang auch noch gar nicht mit seinen neuen Mitspielern trainiert hat. „Wir wollten die Konzentration der Mannschaft vor dem Spiel nicht stören“, begründet Marc Arnold, weshalb der China-Import erst morgen ins Team-Training einsteigen wird.

