Eintracht verpasst fünften Auswärtssieg
Cottbus Aufsteiger Eintracht Braunschweig ist in Cottbus die klar bessere Mannschaft. Dennoch bleibt die Partie letztlich ohne Sieger.
Eintracht Braunschweig hat die Serie ausgebaut. Seit fünf Spieltagen ist der Fußball-Zweitligist unbezwungen. Beim 1:1 (0:1) bei Energie Cottbus verpassten die Spieler von Trainer Torsten Lieberknecht allerdings ihren fünften Auswärtssieg. Mit 36 Zählern liegt der Aufsteiger in der Tabelle auf Rang sieben und ist dem Klassenziel ganz nah.
Eintracht war im Stadion der Freundschaft die klar bessere Mannschaft, musste sich am Ende aber mit einem Punkt zufrieden geben. Ermin Bicakcic hatte die Gäste vor 8870 Zuschauern nach einer Ecke von Norman Theuerkauf und der Kopfballverlängerung von Dennis Kruppke nach 40 Minuten in Führung gebracht. Per Kopf erzielte der Winterneuzugang seinen ersten Treffer für Eintracht.
Ebenfalls nach einer Ecke glich Ivica Banovic (69.) aus. „Da haben wir geschlafen“, befand Lieberknecht. Ken Reichel hatte den Cottbuser Mittelfeldspieler für kurze Zeit aus den Augen verloren. Die Führung war dahin.
Allerdings hätte Eintracht zu diesem Zeitpunkt das Spiel längst entschieden haben müssen. Gegen die insgesamt enttäuschende Energie-Elf hatten die Gäste nach der Pause Chancen im Minutentakt. Kapitän Kruppke (59./68.) und Damir Vrancic (67.) verpassten die Vorentscheidung. „Wir haben die guten Möglichkeiten ausgelassen. Da muss ich mir heute an die eigene Nase fassen“, sagte Kruppke, der seinen bisher zehn Saisontreffern in Cottbus den einen oder anderen hätte folgen lassen können.
„Natürlich wäre mehr drin gewesen. Wir haben in der ersten Hälfte sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Nach der Pause haben wir dann noch strukturierter nach vorne gespielt und eine sehr gute Auswärtsleistung gezeigt“, erklärte Lieberknecht. Was am Ende nicht stimmte, war nur die Punktausbeute. „Wir fahren jetzt enttäuscht nach Hause, aber insgesamt ist die Ausbeute für meine junge Mannschaft mit vier Punkten aus den beiden Spielen gegen Cottbus völlig in Ordnung“, stellte der Eintracht-Trainer fest.
Sein Gegenüber Rudi Bommer fand klare Worte für die Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir wollen nichts schönreden. Das war grottenschlecht von unserer Seite. Dieser Punkt ist ein Geschenk für mich.“
Cottbus fand gegen die gut organisierte Eintracht-Defensive mit den starken Innenverteidigern Deniz Dogan und Bicakcic zu keinem Zeitpunkt die Mittel, um sich Chancen zu erspielen. Lediglich beim Pfostentreffer von Banovic kurz vor der Pause drohte dem Eintracht-Tor ernsthafte Gefahr.
In der Schlussphase waren die Gäste einem Tor weiterhin näher als die Cottbuser, doch Vrancic und Kruppke verpassten es, die gute Auswärtsvorstellung mit drei Punkten zu krönen.

